Archive for September, 2009

Service ist das neue Marketing

Donnerstag, September 17th, 2009

Dirk ZimmermannEin Beitrag von Dirk Zimmermann

Es ist Zeit für ein neues Marketing! Bisher hat sich die Denkhaltung von Unternehmen darauf konzentriert, durch – mehr oder weniger – schöpferische, systematische und zuweilen auch aggressive Aktivitäten  – massenhaft – Kunden von den Vorzügen eigener Produkte und Dienstleistungen zu überzeugen.

Jetzt, da der „reife Kunde“ zunehmend seine individuelleren Bedürfnisse in den neuen Nischen befriedigen kann und immer häufiger direkten Einfluss auf Gestaltung und Marketing von Produkten nimmt, verlagert sich auch die Macht vom Anbieter zum Käufer. Im Zeitalter einer „neuen Nachdenklichkeit“ der Kunden, wo das schnelle Vergnügen im Konsum zumeist erlebnisreicher Produkte immer weniger gesucht wird und statt dessen eine stärkere Sinnorientierung sich in der Nachfrage breitmacht, ist eine veränderte Marktorientierung gefordert.

Ein aktueller Blick beispielsweise auf den hiesigen Telekommunikationsmarkt zeigt, dass sowohl die glückselige Verheißung unendlicher Möglichkeiten als auch der Lockruf des Preises nicht mehr punktet, denn: die Zahl der Kunden steigt, die bereit ist, für guten und verlässlichen Service ein paar Euro mehr zu investieren. Das Vertrauen, das Unternehmen gewinnen, die durch einen „Support in allen Lebenslagen“ sich genau auf die veränderten Wünsche der Konsumenten konzentrieren, ist deshalb mehrfach entscheidend: es befriedigt den direkten Bedarf und sorgt für eine neue Bedarfsweckung.

Bei allem verhilft das neue Internet „Web 2.0“ Kunden mit unabhängigen Informationen von Bewertungs- und Empfehlungs-Systemen nicht nur zu einem ungekannten Durchblick, sondern sorgt auch für maßgebliche Marketingeffekte durch eine immer enger vernetzte Kommunikation. Ein Social Bookmarking bevorzugter Unternehmen, die sich durch überzeugende Services zu „Kundenfavoriten“ entwickelt haben, wird zum Leitmotiv des zukünftigen Markterfolges.

Fazit: Service ist das neue Marketing. Kunden, die sich und ihr Leben rundherum gut versorgt fühlen und darüber berichten, sorgen für den wichtigen „Linking value“.

Dirk Zimmermann ist Gründer und Direktor des X [iks] Institut für Kommunikation und ServiceDesign® und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Entwicklung von zukunftsfähigem Service und der Gestaltung kundengerechter Kommunikation.

Der Serviceforscher hat zahlreiche Studien, Fachbeiträge und andere Publikationen in den Bereichen Marketing, Messe, Internet und Corporate Identity veröffentlicht und ist zudem Autor des Buches „Faktor Service – Was Kunden wirklich brauchen“ sowie Co-Autor des Buches „Praxis-Lexikon: eBusiness“.

Von der Premiummarke zum Baumarktartikel

Montag, September 14th, 2009

Ed HardyDie Marke gilt derzeit noch als eines der beliebtesten Modelabels unter den Reichen und Schönen: Ed Hardy. Shirts, Caps, Schuhe und eine ganze Reihe von Accessoires tragen die auffälligen und farbenfrohen Motive des Tattoo-Künstlers Donald Edward Hardy, die er gemeinsam mit dem Stardesigner Christian Audigier zur Topmarke ausgebaut hat.

Preise von beispielsweise deutlich über 100 Euro für ein T-Shirt positionierten die Marke von Beginn an unmissverständlich im Premiumsegment. Kein Wunder, dass schnell eine Reihe von Me-too-Anbietern auf den Markt drängte, um auf der Trendwelle mitzuschwimmen. So grüßen Motive im unverwechselbaren Ed-Hardy-Style mittlerweile auch von T-Shirts für neun Euro fünfundneunzig vom Textildiscounter aus dem Industriegebiet. Dennoch: Ed Hardy behauptet sich im Modebereich weiterhin mit hochpreisigen Produkten, obwohl sich die Klientel des Labels – nicht zuletzt dank billiger Imitate – mittlerweile auch auf die weniger kaufkräftigen Schichten auszudehnen scheint.

Um so befremdlicher mutet die Markenstrategie außerhalb des Kleidungssektors an. Als ich am Wochenende in der Kfz-Abteilung eines Baumarkts stöberte, entdeckte ich ein Pappdisplay voller Ed-Hardy-Produkte, das mich erstaunt den Kopf schütteln ließ: Duftbäume, Lenkrad- und Sitzschonbezüge, Gurtpolster und jede Menge anderer Accessoires, die manch einer gern zur individuellen Gestaltung seines Fahrzeuginnenraums einsetzt, wurden hier in bester Wühltischmanier feilgeboten. Merchandising bis zum Exzess. Ob eine derartig willkürliche Produktdiversifizierung dem Image einer Premiummarke einträglich ist, erlaube ich mir allerdings zu bezweifeln. Vielleicht sind sich die Markenstrategen aber auch einfach nur der Kurzlebigkeit einer von Promis gepushten Marke bewusst. Da heißt es dann Gas geben.

Virales Marketing kann alles. Außer Hochdeutsch.

Freitag, September 11th, 2009

Ein kleines Schmankerl für alle Star-Wars-Freunde, das eigentlich keines weiteren Kommentars bedarf. Viel Spaß!

Keinen Artikel verpassen: der vaya/blog als RSS-Feed

Donnerstag, September 10th, 2009

Sie möchten auf einen Blick sehen, wenn im vaya/blog ein neuer Artikel erscheint? Dann abonnieren Sie den Blog einfach als RSS-Feed. Wie schnell und einfach das geht, zeigen wir in unserem kurzen Screencast anhand des Browsers Firefox. Drei Klicks genügen und Sie haben den vaya/blog stets im Blick.

Gastblogger willkommen!

Freitag, September 4th, 2009

BlogObwohl erst seit Mai dieses Jahres am Start, erfreut sich der vaya/blog bereits nach nur vier Monaten großer Beliebtheit: Mit durchschnittlich über 3.700 Besuchern pro Monat seit Juni 2009 (rund 4.200 Visits im August 2009) führt unser Blog kein Schattendasein im Netz. Nicht nur deshalb werden wir den Blog in Zukunft mit attraktiven Inhalten noch interessanter gestalten und zur Plattform für die Interaktion mit unseren interessierten Lesern ausbauen.

Sie haben ein Thema rund um Marketing, Werbung und Kommunikation, das Ihnen schon lange auf den Nägeln brennt? Sie sprühen vor Ideen zu Strategischem oder Kreativem? Senden Sie uns Ihren Beitrag! Oder diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern die vorhandenen Beiträge – wir freuen uns auf Ihre Meinung!

Mit den besten Grüßen für ein sonniges Spätsommerwochenende
Bernd Andraschko

Gründercoaching Deutschland: Für wen ist das interessant?

Dienstag, September 1st, 2009

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Gerade Existenzgründer und junge Unternehmen benötigen eine umfassende Beratung, um ihr Vorhaben erfolgreich am Markt zu positionieren. Das Gründercoaching Deutschland der KfW Mittelstandsbank unterstützt dabei mit einem Coachingprogramm, das mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Unternehmen, die in der Startphase stecken und Unterstützung von Experten in Anspruch nehmen wollen, erhalten beim Gründercoaching Deutschland einen Zuschuss zu den Beratungskosten.

Das Gründercoaching Deutschland kann bis zu fünf Jahre nach Gründung oder Übernahme eines Unternehmens in Anspruch genommen werden. Der Unternehmer erhält hierbei einen Zuschuss zum Honorar des ausgewählten und von der KfW zugelassenen Beraters in Höhe von 50 Prozent. Gründungen aus der Arbeitslosigkeit werden sogar mit einem 90-prozentigen Zuschuss gefördert, wobei das Coaching hier innerhalb eines Jahres nach Unternehmensgründung in Anspruch genommen werden muss. Das maximal förderungsfähige Beratungshonorar beträgt 6.000 Euro (bzw. 4.000 Euro bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit).

vaya/marketing unterstützt Unternehmen bei allen Fragen rund ums Marketing: Positionierung, Wettbewerbsbeobachtung, Auswahl der richtigen Kommunikationsmaßnahmen und -kanäle. Sprechen Sie uns unverbindlich an – wir informieren Sie gern über das Gründercoaching Deutschland und andere Förderungsmöglichkeiten für junge Unternehmer.

Weitere Informationen zum Gründercoaching Deutschland erhalten Sie bei der KfW Mittelstandsbank und dem RKW Hessen.