Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Wie Soziale Netzwerke im Krisenfall reagieren

Samstag, Juli 24th, 2010

Die heutige Tragödie auf der Loveparade 2010 in Duisburg gibt uns einen Eindruck, wie das Web 2.0 in Krisensituationen reagiert. Insbesondere über Twitter liefen schon wenige Augenblicke nach Bekanntwerden der Katastrophe die ersten Beileidsbekundungen, aber auch Links zu aktuellen Bildern des Geschehens. In kürzester Zeit war die Massenpanik auf der Loveparade nicht mehr nur ein in Deutschland, sondern ein international beachtetes Unglück. Tweets mit den Namen von vermissten Personen und Verhaltensregeln zum Verlassen der Veranstaltung wurden als Retweet vielfach weitergeleitet; verbreitete Links zu bereits Tage alten Berichten mit kritischen Kommentaren und Bedenken zur Sicherheitslage ließen schon einige Stunden nach dem Vorfall den Schluss zu, dass die Katastrophe unter Umständen sogar vorhersehbar war. Nur wenige Minuten nach dem Unglück waren auf YouTube schon mehrere Amateurvideos mit Aufnahmen von den Momenten vor und während der Massenpanik online; Kritik an den Verantwortlichen machte sich in Windeseile im Netz breit. Auf Facebook wurde unmittelbar eine Gruppe für Beileidsbekundungen gegründet, die innerhalb weniger Stunden bereits mehrere hundert Mitglieder zählte. Parallel erfolgten Boykottaufrufe gegen die Bild-Zeitung, die angeblich in ihren gedruckten Ausgaben Bilder von Toten veröffentlichen will (und es in ihrer Online-Ausgabe auch sofort nach der Tragödie getan hat, dann aber wieder entfernt hat).

Durch die rasend schnelle Verbreitung von aktuellen Informationen, eben auch von Augenzeugen, wird deutlich, welche Rolle die „Social Networks“ im Krisenfalle spielen können und in Zukunft mit Sicherheit verstärkt spielen werden. Der Community-Gedanke erhält hierbei eine ganz andere Qualität: Es bildet sich eine Gemeinschaft, die zusammenhält, Gefühle teilt und – zumindest virtuell – auf ihre eigene Weise enger zusammenrückt. Und das nicht nur zum Spaß.

Meine Anteilnahme gilt allen Angehörigen der bei der Tragödie getöteten und verletzten Menschen.

Wieder einmal Hochgeschwindigkeit: Sixt

Dienstag, Juli 13th, 2010

Wie schon bei der fast vergessenen Aschewolke des isländischen Vulkans reagiert Sixt auch diesmal rasant auf die aktuellen Probleme bei der Deutschen Bahn. Ob das neue Motiv auf der Internetseite gefällt, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Fest steht: Die Aktualität und Reaktionsschnelle von Sixt sorgt in den Medien immer wieder für willkommene PR. Da nimmt man auch gern mal ein ansatzweise makaberes Thema auf die Schippe.

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Neue Informationspflichten für Dienstleister

Donnerstag, Juni 10th, 2010

Seit dem 18. Mai dieses Jahres gelten für Unternehmer, die in Deutschland oder dem EU-Ausland Dienstleistungen erbringen, neue Informationspflichten. Von der neuen „Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung“ (kurz „DL-InfoV“) betroffen sind auch Einzelunternehmer und Freiberufler – und somit praktisch alle Unternehmen in Deutschland. Wer den neuen Informationspflichten nicht nachkommt, kann im schlimmsten Fall durch die allseits gegenwärtigen Abmahner zur Kasse gebeten werden: Unterlassungserklärungen werden bereits versendet; zum Teil können sogar Bußgelder bis zu 1.000 Euro verhängt werden. Welche Informationen Sie ab sofort ins Impressum Ihres Internetauftritts oder in Ihre gedruckten Informationsmedien aufnehmen müssen, wird in einem Beitrag von gruendungszuschuss.de ausführlich erläutert. Hier finden Sie neben einer übersichtlichen Checkliste alle Details zur DL-InfoV, die auf der EU-Richtlinie 2006/123/EG basiert und nun in deutsches Recht umgesetzt wurde.

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Siemens reagiert ebenfalls auf Vulkanasche – allerdings unfreiwillig

Montag, April 19th, 2010

Während der Autovermieter Sixt das Thema Vulkanasche auf seiner Internetseite ganz bewusst zum Werbeobjekt auserkoren hat, ist der aktuelle TV-Spot von Siemens wohl eher zufällig zeitgleich mit dem Ausbruch des isländischen Vulkans “on air” gegangen. Wie die Fachzeitschrift Horizont.net berichtet, ist die Hamburger Agentur Scholz & Friends für die Kreation und Schaltung des Spots verantwortlich. Wir meinen: kein Beinbruch, kein Aufreger. Ganz im Gegenteil, unabsichtlich gelungenes Timing.

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Sixt reagiert auf Vulkanausbruch

Samstag, April 17th, 2010

Wieder einmal beweisen die Agentur und die Marketingabteilung des Autovermieters Sixt, dass es für die Umsetzung eines Kampagnenmotivs nicht immer langwieriger Abstimmungsrunden bedarf. Auch wenn wir von Sixt sicher schon kreativere und ausgefeiltere Umsetzungen zu aktuellen Ereignissen gesehen haben, lässt uns die neueste Homepagegestaltung zum Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull doch ob ihrer Aktualität schmunzeln.

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Zeig mir dein Gesicht und ich sag dir, wer du bist

Samstag, März 6th, 2010

An Programmen zur automatischen Identifizierung von Personen arbeitet die Industrie schon lange. Bildverwaltungssoftware wie Googles Picasa oder Apples iPhoto beherrschen die Erkennung von Gesichtern innerhalb der eigenen, privaten Fotoalben mittlerweile recht gut. Dass die Personenerkennung mittels mobiler Geräte die nächste Entwicklungsstufe darstellt, ist nur die logische Konsequenz.

Das schwedische Softwareunternehmen „The Astonishing Tribe“ (TAT) hat jüngst die Anwendung „Recognizr“ entwickelt, die es Nutzern eines iPhones oder Android-Handys ermöglichen soll, unterwegs Gesichter zu fotografieren und erkennen lassen zu können. Das über die Handykamera aufgenommene Foto wird zum Abgleich mit einer Datenbank ins Netz geschickt. Ist das Gesicht dem System bekannt, werden die Daten beispielsweise mit denen der Sozialen Netzwerke abgeglichen, bei denen die gesuchte Person angemeldet ist. Die Icons der Netzwerke werden dann auf dem Handydisplay angezeigt, so dass man die Profile der identifizierten Person direkt aus der Anwendung heraus besuchen kann. Ein Video zeigt, wie “Recognizr” funktioniert:

Nach heutigem Stand bleibt die Privatsphäre gewahrt, da man sich zur Erkennung aktiv bei dem Dienst anmelden und seine Daten inklusive Foto hinterlegen muss. Eine Identifikation „in freier Wildbahn“ gegen den Willen der gesuchten Person bliebe somit ausgeschlossen. Es ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis die großen Daten sammelnden Unternehmen solche Anwendungen in ihre Dienste integrieren und die Profile ihrer Nutzer möglicherweise durch eine einfache und leicht zu übersehende Änderung in ihren AGB für die Gesichtserkennung freigeben.

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Was ist eigentlich ein Content Management System?

Donnerstag, Februar 18th, 2010

Ein Beitrag von Alexander Wilms

Die meisten Webseiten kommen heute nicht mehr ohne aus – Content-Management-Systeme (CMS) sind zum Standard geworden. Aber wozu werden diese Systeme eigentlich verwendet?

Genau genommen ist eine Webseite selbst ein Computerprogramm, welches den Inhalt der Webseite beschreibt: Texte, Bilder oder Videos. Der Webbrowser liest dieses Programm ein und arbeitet die Programmierbefehle nacheinander ab. Je nach verwendeter Programmiersprache enthält dieser Code nur eine reine “statische” Beschreibung des Seiteninhalts (z.B. HTML-Code) oder auch zusätzlichen “ausführbaren” Programmcode, welcher der Webseite zusätzliche interaktive Funktionen ermöglicht.

Um eine Webseite im Internet zu veröffentlichen, muss zunächst der Programmcode der Seite erstellt werden. Anschließend muss dieser Code auf einen sogenannten Webserver übertragen werden, der dann die “Auslieferung” des Codes an die Internetnutzer übernimmt.

Website

Mit speziellen Editoren, die aus einem grafischen Design den benötigten Seitencode eigenständig erstellen, ist es zwar relativ leicht, eine einfache Webseite zu erstellen, ohne Programmcode schreiben zu müssen. Jede Änderung des Seiteninhalts oder des Seitendesigns erfordert jedoch eine erneute Bearbeitung und Übertragung des Seitencodes auf den Webserver, denn der Code enthält sowohl Seiteninhalt als auch das -design. Bei großen Webseiten können so selbst kleine Änderungen schnell sehr aufwändig werden.

Für solche Seiten werden daher spezielle Content-Management-Systeme zur Erstellung und Pflege eingesetzt. Bei diesen Systemen wird das Seitendesign vom Inhalt getrennt. Das Seitendesign wird in einem sogenannten Seiten-Template definiert – vergleichbar einem “leeren” Seitenraster ohne Text und Bilder. Zur Erfassung der Seiteninhalte, Texte und Bilder, müssen diese Inhalte zunächst in Einzelelemente strukturiert werden. Zur Erfassung der Inhalte werden dann im CMS Eingabeformulare definiert, mit deren Hilfe die Benutzer des Systems die Inhalte eingeben können. In einem dritten Schritt werden Seitendesign und Inhalt schließlich wieder zusammengeführt, indem den Seitenelementen ihr jeweiliger Platz im Seitendesign zugewiesen wird.

Content Management SystemDie Aufteilung der Inhalte in einzelne Elemente ermöglicht es, diese Elemente im Layout unterschiedlich zu darzustellen – weiß das CMS, dass ein Element eine Überschrift darstellt, kann es diesen in dem im Seiten-Template definierten Format darstellen. Die Strukturierung des Inhalts in einzelne Elemente ermöglicht es dem CMS aber auch, die Anzeige von Inhalten zu variieren – durch Definition von “Ansichten” oder “Menüs” kann etwa ein bestimmter Inhalt an verschiedenen Stellen der Webseite unterschiedlich angezeigt werden. Basierend auf den definierten Ansichtsregeln kann das System auch Inhalte eigenständig zusammenzustellen.

Das Content-Management-System wird in der Regel auf dem Webserver installiert und führt Inhalte und Design zu einer Webseite erst in dem Moment zusammen, wenn der Internetnutzer die Seite anfordert. Neue oder geänderte Inhalte werden so vom System selbstständig in die bestehende Seite integriert, ohne dass jeweils eine Bearbeitung des Seitencodes erforderlich ist. Die Benutzer des Systems können sich daher voll auf die Erstellung der Inhalte konzentrieren. Komfortable Content-Management-Systeme unterstützen darüber hinaus den kompletten Lebenszyklus des Inhalts mittels vordefinierter Genehmigungs-Workflows, zeitgesteuerter Aktivierung oder Deaktivierung von Inhalten, Versionierung oder umfangreicher Nutzungsstatistik.

Der Einsatz eines CMS empfiehlt sich nicht generell für jede Webseite. Die kreative Gestaltung einer Webseite wird durch die notwendige Strukturierung der Inhalte eingeschränkt, und die Einrichtung und der Betrieb des Systems erfordert Aufwand, die Änderung und laufende Pflege der Webseite wird jedoch deutlich erleichtert und beschleunigt. Soll ein CMS eingesetzt werden, muss in einem Einführungsprojekt eine genaue Analyse der Inhalte, eine sorgfältige Strukturierung der Inhalte sowie die geschickte Einbindung der Elemente in die Seiten-Templates erfolgen.

Alexander WilmsAlexander Wilms ist Spezialist für IT-Architektur, Anforderungsanalyse, Systembeurteilung und -auswahl, IT Management und Governance, Projektmanagement und Usability. Für vaya/marketing kümmert er sich um die Themen Web-Design, Web-Programmierung und Content Management.

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Wie unbeobachtet fühlen Sie sich im Netz?

Dienstag, Februar 2nd, 2010

StartpanicFast täglich wird von neu entdeckten Sicherheitslücken im Netz berichtet, durch die die Privatsphäre der Nutzer immer weiter eingeschränkt wird. Für Menschen, die das Internet in seinem vollen Umfang nutzen und sich am “Mitmach-Netz” 2.0 beteiligen, sind die Zeiten eines halbwegs anonymen Surfens schon lange vorbei. Doch gerade in den letzten Monaten häufen sich die Hinweise, dass der Mensch vor dem Rechner und/oder sein Surfverhalten eindeutig identifiziert werden kann und nicht mehr nur auf eine kryptische IP-Adresse – deren “Besitzer” in der Regel nur dem Provider bekannt ist – reduziert ist.

Durch eine Sicherheitslücke in den gängigsten Browsern kann eine besuchte Webseite beispielsweise Ihr Surfverhalten ausspionieren, indem sie die Chronik Ihrer Seitenbesuche (Browser History) ausliest. Besonders deutlich demonstriert wird dies auf startpanic.com (nur auf Englisch), wo Ihnen nach einem Klick auf den Button “Let’s start” zumindest ein Teil der zuletzt besuchten Internetseiten präsentiert wird – vorausgesetzt, Sie haben Ihre Browser History nicht gerade erst gelöscht. Startpanic.com hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Petition an die Programmierer der Internetbrowser zu übermitteln, damit diese Sicherheitslücke geschlossen wird. Weniger seriös, aber möglicherweise um so kompromittierender gibt sich die Seite didyouwatchporn.com, die Ihnen auf Grund der ausgelesenen Seitenbesuche schnell und unmissverständlich zeigt, ob Sie jüngst eine Seite besucht haben, die ausschließlich Inhalte für volljährige Internetnutzer bereitstellt. Tückisch: Die Seite bietet zusätzlich eine Funktion, mittels derer Sie einen Link an einen “Freund” verschicken können. Klickt der Adressat auf diesen Link in der empfangenen E-Mail, erhält der Versender postwendend eine Rückmeldung, ob und auf welchen Erwachsenenseiten der mit dem Link “beschenkte” Nutzer unterwegs war. Diese beiden Beispiele zeigen bereits eindrucksvoll, wie betrügerische – aber durchaus auch ansonsten seriöse – Webseiten sehr private Informationen eines Nutzers ausspionieren können. Allerdings können auf diese Weise noch keine Rückschlüsse auf die Identität einer bestimmten Person gezogen werden.

Sie atmen gerade erleichtert durch? Dann überlegen Sie kurz, in welchen Sozialen Netzwerken Sie angemeldet sind und in welchen Gruppen oder Foren Sie sich dort tummeln. Mit Facebook oder studiVZ haben Sie nichts am Hut? Sie nutzen ausschließlich die seriöse und rein beruflich orientierte Plattform XING und sind dort in einigen Gruppen aktiv? Dann prüfen Sie doch einmal, wie leicht Sie unter Umständen durch den Klick auf eine einzige Schaltfläche auf einer fremden Webseite identifiziert oder zumindest einem engeren Personenkreis zugeordnet werden können. Treffer? Wohl gemerkt: Es handelt sich hierbei nicht um eine Sicherheitslücke bei XING, sondern um eine verwundbare Stelle in Ihrem Browser, durch die allein auf Grund Ihrer Forenaktivitäten eine Art digitaler Fingerabdruck ermittelt werden kann.

Der restriktive Umgang mit persönlichen Daten allein schützt Sie also nicht davor, dass Sie eindeutige Spuren im Netz hinterlassen und durch die immer enger werdenden Maschen im World Wide Web eindeutig identifiziert werden können. Dieser Tatsache sollte man sich heute als Internetnutzer immer bewusster werden.

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Kreativtechniken und wie man sie einsetzt

Sonntag, Januar 24th, 2010

KreativIm Geschäftsleben tauchen immer wieder Situationen auf, in denen bewährte Lösungen und Strategien nicht zum gewünschten Erfolg führen. Möchte man von seinem Vorhaben nicht voreilig Abstand nehmen, so müssen neue, zunächst unbekannte Wege beschritten werden. Das braucht Sie nicht abzuschrecken. In vielen Bereichen, z.B. der Einführung von innovativen Produkten, oder im weiten Feld der Marketingkommunikation ist sowieso schon jeder Weg ein neuer Weg. Das Schaffen solcher Wege erfordert einen schöpferischen Geist, der von Visionen geleitet wird. Die Entstehung dieser Visionen kann man dem Zufall überlassen – und zum Beispiel darauf hoffen, beim Duschen auf ein revolutionäres Antriebskonzept zu stoßen. Oder auf eine gentechnische Methode zur Produktion von Frühstückseiern, die nicht umfallen. Schneller und sicherer gelangen Sie zum Ziel durch planmäßig eingesetzte Kreativtechniken. Dem Unbewussten bewusst auf die Sprünge zu helfen ist kein Widerspruch.

Zunächst das Selbstverständliche: Eine angenehme, entspannte Arbeitsumgebung, ein überschaubarer Zeitraum ohne telefonische Störungen und  Zeitdruck, z.B. durch eng gesetzte Folgetermine, ist Voraussetzung. In vielen Sitzungen hat sich dazu der frühe Morgen oder die Zeit vor Feierabend bewährt. Das Vorhandensein von ausreichend Kaffee und etwas Knabberzeug ist kein Fehler.

Kreativ sein kann man auch allein. Manche Menschen können es sogar nur allein. Viele Techniken sind auch von einzelnen anwendbar. Die Ideenfindung verläuft allerdings in der Gruppe effektiver, da nicht nur die quantitative Ausbeute an Ideen in der eingesetzten Zeit höher ist, sondern die Ideen sich auch gegenseitig befruchten. Je heterogener die Gruppe ist, um so vielfältiger werden die Lösungsansätze sein. Eine Größe von 15 Teilnehmern stellt die praktische Obergrenze dar. Bereits ab fünf Personen sollte sinnvollerweise mit einem Moderator gearbeitet werden.

Einige bewährte Methoden der Kreativtechnik stellt das Team von Today’s Design in seinem ausführlichen Artikel “Das Ei des Kolumbus” vor.

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Die Talentlandkarte: Grundlage für ein erfolgreiches Selbstmarketing

Donnerstag, Januar 7th, 2010

Gabriele Köhler-GräfEin Beitrag von Gabriele Köhler-Gräf

Bewerbungstraining, Check für die Bewerbungsunterlagen, Trainings für das Assessmentcenter – alles breit gefächerte Angebote auf dem Markt für Menschen an der Schwelle einer beruflichen Entscheidung. Doch damit diese unterstützenden Dienstleistungen taugen, braucht es vor allem eines: Kenntnis von dem, was der Bewerber kann, will und braucht.

Die Grundlage jeder beruflichen Veränderung muss also ein eigenes Profil sein, das Aufschluss über die eigenen Fähigkeiten, das vorhandene Wissen, die Soft Skills, Werte und notwendigen Rahmenbedingungen gibt, damit ein Mensch erfolgreich sein kann. Ein simples Beispiel: Wenn ich Make-Up ablehne und Äußerlichkeiten unwichtig finde, dann wird die Bewerbung bei einem Kosmetikkonzern spätestens im Gespräch enden, denn hier passt etwas nicht.

Bei karrierepuzzle ist der erste Schritt für die Kunden die Erstellung einer Talentlandkarte: Ein simples und doch raffiniertes Mindmap, das als Grundlage für einen Lebenslauf genutzt werden kann, das schnelle Anregung für die notwendigen Formulierungen im Anschreiben liefert und das Ideen entstehen lässt, in welchen Bereichen noch Erfahrungen fehlen. Die Talentlandkarte kann aber auch als Gegencheck für Jobangebote gute Dienste leisten: Sind alle Voraussetzungen erfüllt, die der Kunde braucht, um im neuen Job glücklich zu werden? Welche Fragen muss er im Bewerbungsgespräch klären?

Nicht zuletzt tut es unglaublich gut, einmal auf einen Blick zu sehen, was man selbst alles kann, weiß, für das Berufsleben mitbringt. Wer bewusst mit seiner Talentlandkarte arbeitet, der kann sie lebenslang ergänzen. Sie dient als Speicher für gemachte Erfahrungen, als Entwicklungsplan.

Die Talentlandkarte kann schon in der Schulzeit entwickelt werden, doch je mehr Persönlichkeit, Erfahrung und Wissen erlangt ist, um so spannender ist die Weise, wie sich ein Berufsleben „visuell entwickelt“. Und wie von selbst ist „Selbstmarketing“ ein Bestandteil des eigenen Handelns, denn wer sich seiner Ausgangsposition bewusst ist, der bringt sich anders ein.

Gabriele Köhler-Gräf ist Karrierecoach für junge Menschen. Berufliche Entscheidung auch im weiteren Karriereverlauf ist ihr Spezialgebiet. karrierepuzzle – Coaching für die Berufsentscheidung ist der bildhafte Name für ihre Arbeit, die in der Regel viele Teile zum Bild des Kunden zusammensetzt. Sie bedient sich dabei Methoden aus dem NLP, Psychodrama und der systemischen Beratung.

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