vaya/marketing wünscht mit diesem außergewöhnlichen und unterhaltsamen Jahresrückblick wundervolle Weihnachten, ein paar geruhsame Tage und einen guten Start in ein neues und spannendes Jahr 2012!
Entweder gab es zu wenig Gelegenheiten, Skandale – oder es ist schlichtweg untergegangen. Aus der aktuellen Affäre um unseren Bundespräsidenten hat Sixt jedoch sogleich ein Werbemotiv gezimmert, laut Bericht der Fachzeitschrift w&v diesmal nicht mit Unterstützung der Stammagentur Jung von Matt, sondern in Eigenkreation. Sicher lässt sich immer wieder darüber streiten, ob Werbung auf Kosten anderer wirklich gelungen ist – fest steht, dass Sixt die Aufmerksamkeit aufgrund der Aktualität der Motive stets gewiss ist.
Durch einen Tweet von @derWebarchitekt wurde ich auf dieses Video aufmerksam. Die Aussage des Films ist zwar schon einige Jährchen alt und in Werberkreisen nicht unbekannt, dennoch finde ich die Umsetzung so außerordentlich gelungen, dass mir das Video einen Beitrag wert ist:
Das Internet zählt nun bereits seit Jahren zum Standardmedium, wenn es um die Promotion von Kinofilmen geht. Besonders effektiv wird die Kommunikation, wenn man innerhalb des Netzes die jeweils neuesten Kanäle zu nutzen weiß – und damit besonders große Aufmerksamkeit erzielt.
Am 27. August kommt in den USA der Film „The Last Exorcism“ in die Kinos (Start in Deutschland am 30. September 2010). Die Vorankündigung des Horrorstreifens erfolgte jedoch nicht nur über die üblichen Kanäle, sondern auch über die vor knapp einem Jahr von dem Russen Andrei Ternowski geborene Videochat-Idee „Chatroulette“. Dort trifft man gemeinhin allerlei sonderbare Gestalten – und ist dann wohl um so angenehmer überrascht, wenn plötzlich eine hübsche junge Dame freundlich vom Bildschirm lächelt …
Wie die Macher des Films das Chatportal für ihre Zwecke genutzt haben, zeigt das folgende YouTube-Video. Mehr wird nicht verraten.
Eigentlich spricht die aktuelle Kampagne für den „Fiat 500 by Diesel“ für sich: Facebook wurde hier auf intelligente und gleichzeitig sehr humorvolle Art im realen Leben aufs Korn genommen. Ein klares „Gefällt mir“.
Fiat hält auf YouTube alle Spots zum Zeitvertreib bereit:
Nein, das Internet braucht sicher nicht noch einen Artikel über den unerwarteten Blumenkübel-Hype, der seit gestern im Netz für Erheiterung sorgt. Dennoch: Es ist faszinierend zu beobachten, wie eine scheinbar völlig belanglose Meldung – zur richtigen Zeit am richtigen Ort von den richtigen Personen weiterverbreitet – eine Eigendynamik entwickeln kann, die sich nicht mehr aufhalten lässt. Aus dem Münsterland nach ganz Deutschland und hinaus in die große, weite Netzwelt: So schnell erlangt ein urdeutsches Wort wie „Blumenkübel“ internationale Bekanntheit und sorgt im Ausland für Verwunderung. Immerhin: Der Suchbegriff belegte gestern zeitweise Platz 5 auf der Rangliste der international am meisten in Twittermeldungen verwendeten Worte („Trending Topics“).
Es sind scheinbar unwichtige Faktoren, die den Erfolg der Verbreitung ausmachen und die Lawine ins Rollen zu bringen vermögen. War es entscheidend, wer die Nachricht aufgegriffen und über Twitter verbreitet hat? Wie ausschlaggebend war der Zeitpunkt? Konnte die Kettenreaktion nur über Twitter in Gang gesetzt werden oder wäre auch ein anderes Medium dazu in der Lage gewesen? Es ist ein bisschen Chaostheorie, aber letztlich ist es das Zusammenspiel vieler für sich genommen wenig bedeutsamer Faktoren, die etwas Großes bewirken können.
Zu diesem Thema sei das Buch „Tipping Point – Wie kleine Dinge Großes bewirken können“ von Malcolm Gladwell empfohlen. Der Autor beschreibt hier unter anderem anhand von realen Beispielen, welche Rolle verschiedene Faktoren spielen, um beispielsweise eine Ware zur Mode werden zu lassen oder Epidemien auszulösen.
Wie schon bei der fast vergessenen Aschewolke des isländischen Vulkans reagiert Sixt auch diesmal rasant auf die aktuellen Probleme bei der Deutschen Bahn. Ob das neue Motiv auf der Internetseite gefällt, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Fest steht: Die Aktualität und Reaktionsschnelle von Sixt sorgt in den Medien immer wieder für willkommene PR. Da nimmt man auch gern mal ein ansatzweise makaberes Thema auf die Schippe.
Während der Autovermieter Sixt das Thema Vulkanasche auf seiner Internetseite ganz bewusst zum Werbeobjekt auserkoren hat, ist der aktuelle TV-Spot von Siemens wohl eher zufällig zeitgleich mit dem Ausbruch des isländischen Vulkans “on air” gegangen. Wie die Fachzeitschrift Horizont.net berichtet, ist die Hamburger Agentur Scholz & Friends für die Kreation und Schaltung des Spots verantwortlich. Wir meinen: kein Beinbruch, kein Aufreger. Ganz im Gegenteil, unabsichtlich gelungenes Timing.
Wieder einmal beweisen die Agentur und die Marketingabteilung des Autovermieters Sixt, dass es für die Umsetzung eines Kampagnenmotivs nicht immer langwieriger Abstimmungsrunden bedarf. Auch wenn wir von Sixt sicher schon kreativere und ausgefeiltere Umsetzungen zu aktuellen Ereignissen gesehen haben, lässt uns die neueste Homepagegestaltung zum Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull doch ob ihrer Aktualität schmunzeln.
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