Zugegeben: Mit diesem Artikel komme ich vielleicht einige Monate zu spät. Dennoch stolpere ich ab und an noch über ein Phänomen, das mir lange Zeit Kopfzerbrechen bereitet hat.
Vor der Einführung von Fernsehgeräten im 16:9-Format waren wir alle daran gewöhnt, bei Spielfilmen mehr oder weniger breite schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand ertragen zu müssen. Vermutlich hat es die wenigsten von uns gestört; das 4:3-Format des Fernsehens zollte nun einmal diesen Tribut, sofern uns der Sender den möglichst vollen Bildinhalt zur Verfügung stellen wollte. Kaum aber standen die ersten Geräte mit dem Breitbildformat 16:9 in den Haushalten, wurden die bis noch vor einiger Zeit überwiegend im herkömmlichen 4:3-Format ausgestrahlten Sendungen per Druck auf die Fernbedienung auf die volle Bildschirmbreite “aufgeblasen” und auf ihre maximale Breite gezogen, um die nun links und rechts des Bildes entstehenden Ränder zu vermeiden und das volle Potenzial der breiteren Bildröhre ausnutzen zu können. Das Ergebnis: Völlig verschobene Bildproportionen, die schlanke Menschen plötzlich zu wasserkopfartigen Aliens mutieren lassen, Kreise zu Ellipsen verformen und Kleinwagen fast zu Stretchlimousinen werden lassen.
Mir als besonders visuell orientiertem Menschen schmerzen diese Verformungen förmlich im Auge. Sie entsprechen nicht meinen natürlichen Sehgewohnheiten. Ein Kreis ist ein Kreis – und als solchen will ich ihn auch im Fernsehen wahrnehmen. Den Anblick mancher durchaus attraktiven Schauspielerin oder Moderatorin mag ich mir nicht durch ein erzwungenes Breitbild verleiden lassen, nur weil die Technik es hergibt. 4:3 ist 4:3 und 16:9 ist 16:9. Da nehme ich lieber zwei vertikale schwarze Balken in Kauf, die mich ja auch horizontal nie gestört haben.
Glücklicherweise werden mittlerweile fast alle Sendungen im 16:9-Format ausgestrahlt und mein Gefühl für Proportionen wird beim Fernsehen außerhalb meiner eigenen vier Wände immer seltener auf eine harte Probe gestellt. Und es wird auch kaum noch jemand in Versuchung geführt, den armen Menschen auf der Mattscheibe eine rein optische Gewichtszunahme zu verpassen.

Die Marke gilt derzeit noch als eines der beliebtesten Modelabels unter den Reichen und Schönen: Ed Hardy. Shirts, Caps, Schuhe und eine ganze Reihe von Accessoires tragen die auffälligen und farbenfrohen Motive des Tattoo-Künstlers Donald Edward Hardy, die er gemeinsam mit dem Stardesigner Christian Audigier zur Topmarke ausgebaut hat.





