Archive for the ‘Wissenswertes’ Category

Wie unbeobachtet fühlen Sie sich im Netz?

Dienstag, Februar 2nd, 2010

StartpanicFast täglich wird von neu entdeckten Sicherheitslücken im Netz berichtet, durch die die Privatsphäre der Nutzer immer weiter eingeschränkt wird. Für Menschen, die das Internet in seinem vollen Umfang nutzen und sich am “Mitmach-Netz” 2.0 beteiligen, sind die Zeiten eines halbwegs anonymen Surfens schon lange vorbei. Doch gerade in den letzten Monaten häufen sich die Hinweise, dass der Mensch vor dem Rechner und/oder sein Surfverhalten eindeutig identifiziert werden kann und nicht mehr nur auf eine kryptische IP-Adresse – deren “Besitzer” in der Regel nur dem Provider bekannt ist – reduziert ist.

Durch eine Sicherheitslücke in den gängigsten Browsern kann eine besuchte Webseite beispielsweise Ihr Surfverhalten ausspionieren, indem sie die Chronik Ihrer Seitenbesuche (Browser History) ausliest. Besonders deutlich demonstriert wird dies auf startpanic.com (nur auf Englisch), wo Ihnen nach einem Klick auf den Button “Let’s start” zumindest ein Teil der zuletzt besuchten Internetseiten präsentiert wird – vorausgesetzt, Sie haben Ihre Browser History nicht gerade erst gelöscht. Startpanic.com hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Petition an die Programmierer der Internetbrowser zu übermitteln, damit diese Sicherheitslücke geschlossen wird. Weniger seriös, aber möglicherweise um so kompromittierender gibt sich die Seite didyouwatchporn.com, die Ihnen auf Grund der ausgelesenen Seitenbesuche schnell und unmissverständlich zeigt, ob Sie jüngst eine Seite besucht haben, die ausschließlich Inhalte für volljährige Internetnutzer bereitstellt. Tückisch: Die Seite bietet zusätzlich eine Funktion, mittels derer Sie einen Link an einen “Freund” verschicken können. Klickt der Adressat auf diesen Link in der empfangenen E-Mail, erhält der Versender postwendend eine Rückmeldung, ob und auf welchen Erwachsenenseiten der mit dem Link “beschenkte” Nutzer unterwegs war. Diese beiden Beispiele zeigen bereits eindrucksvoll, wie betrügerische – aber durchaus auch ansonsten seriöse – Webseiten sehr private Informationen eines Nutzers ausspionieren können. Allerdings können auf diese Weise noch keine Rückschlüsse auf die Identität einer bestimmten Person gezogen werden.

Sie atmen gerade erleichtert durch? Dann überlegen Sie kurz, in welchen Sozialen Netzwerken Sie angemeldet sind und in welchen Gruppen oder Foren Sie sich dort tummeln. Mit Facebook oder studiVZ haben Sie nichts am Hut? Sie nutzen ausschließlich die seriöse und rein beruflich orientierte Plattform XING und sind dort in einigen Gruppen aktiv? Dann prüfen Sie doch einmal, wie leicht Sie unter Umständen durch den Klick auf eine einzige Schaltfläche auf einer fremden Webseite identifiziert oder zumindest einem engeren Personenkreis zugeordnet werden können. Treffer? Wohl gemerkt: Es handelt sich hierbei nicht um eine Sicherheitslücke bei XING, sondern um eine verwundbare Stelle in Ihrem Browser, durch die allein auf Grund Ihrer Forenaktivitäten eine Art digitaler Fingerabdruck ermittelt werden kann.

Der restriktive Umgang mit persönlichen Daten allein schützt Sie also nicht davor, dass Sie eindeutige Spuren im Netz hinterlassen und durch die immer enger werdenden Maschen im World Wide Web eindeutig identifiziert werden können. Dieser Tatsache sollte man sich heute als Internetnutzer immer bewusster werden.

Kreativtechniken und wie man sie einsetzt

Sonntag, Januar 24th, 2010

KreativIm Geschäftsleben tauchen immer wieder Situationen auf, in denen bewährte Lösungen und Strategien nicht zum gewünschten Erfolg führen. Möchte man von seinem Vorhaben nicht voreilig Abstand nehmen, so müssen neue, zunächst unbekannte Wege beschritten werden. Das braucht Sie nicht abzuschrecken. In vielen Bereichen, z.B. der Einführung von innovativen Produkten, oder im weiten Feld der Marketingkommunikation ist sowieso schon jeder Weg ein neuer Weg. Das Schaffen solcher Wege erfordert einen schöpferischen Geist, der von Visionen geleitet wird. Die Entstehung dieser Visionen kann man dem Zufall überlassen – und zum Beispiel darauf hoffen, beim Duschen auf ein revolutionäres Antriebskonzept zu stoßen. Oder auf eine gentechnische Methode zur Produktion von Frühstückseiern, die nicht umfallen. Schneller und sicherer gelangen Sie zum Ziel durch planmäßig eingesetzte Kreativtechniken. Dem Unbewussten bewusst auf die Sprünge zu helfen ist kein Widerspruch.

Zunächst das Selbstverständliche: Eine angenehme, entspannte Arbeitsumgebung, ein überschaubarer Zeitraum ohne telefonische Störungen und  Zeitdruck, z.B. durch eng gesetzte Folgetermine, ist Voraussetzung. In vielen Sitzungen hat sich dazu der frühe Morgen oder die Zeit vor Feierabend bewährt. Das Vorhandensein von ausreichend Kaffee und etwas Knabberzeug ist kein Fehler.

Kreativ sein kann man auch allein. Manche Menschen können es sogar nur allein. Viele Techniken sind auch von einzelnen anwendbar. Die Ideenfindung verläuft allerdings in der Gruppe effektiver, da nicht nur die quantitative Ausbeute an Ideen in der eingesetzten Zeit höher ist, sondern die Ideen sich auch gegenseitig befruchten. Je heterogener die Gruppe ist, um so vielfältiger werden die Lösungsansätze sein. Eine Größe von 15 Teilnehmern stellt die praktische Obergrenze dar. Bereits ab fünf Personen sollte sinnvollerweise mit einem Moderator gearbeitet werden.

Einige bewährte Methoden der Kreativtechnik stellt das Team von Today’s Design in seinem ausführlichen Artikel “Das Ei des Kolumbus” vor.

Drohen uns ab diesem Jahr betrügerische Domainnamen?

Freitag, Januar 1st, 2010

Wie “Mashable – The Social Media Guide” heute in seinem Blog veröffentlicht, stehen uns ab Mitte dieses Jahres möglicherweise Domainnamen ins Haus, die mit äußerster Vorsicht, weil unter Umständen in betrügerischer Absicht registriert, zu genießen sind.

Laut Mashable wird die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2010 Domainnamen zulassen, die nicht aus dem lateinischen Alphabet bestehen. Im Klartext heißt das, dass Domains künftig beispielsweise auch aus arabischen, japanischen, kyrillischen oder chinesischen Schriftzeichen bestehen können. Dieser für nicht-lateinische Zeichen verwendende Sprachen nicht zu bestreitende Fortschritt birgt gleichzeitig ein noch ungeahntes Potenzial für kriminelle Absichten, beispielsweise für Phishing-Sites.

Der Grund hierfür ist so einfach wie bemerkenswert: Einige Sprachen, so zum Beispiel Russisch, verwenden in ihrem Alphabet Zeichen, die wir auch aus unserem lateinischen Alphabet kennen – allerdings mit teilweise unterschiedlicher Bedeutung. Ein konkretes Beispiel: Würde die Domain “raurask.com” in kyrillischen Zeichen registriert, erschiene sie uns, ans lateinische Alphabet gewöhnten Nutzern, als “paypacк.com” (das kyrillische P entspricht dem lateinischen R, das Y unserem U und das C dem S). Da die modernen Betriebssysteme bzw. Browser heute meist in der Lage sind, auch die Schriftzeichen anderer Sprachen problemlos darzustellen, würde uns dieser Unterschied gar nicht auffallen. Wie auf diese Weise schnell die Rechte von Marken, die zufälligerweise Buchstaben mit Entsprechungen in anderen Schriftsystemen verwenden, ausgehebelt werden können, liegt auf der Hand.

Wie Mashable weiter schreibt, hat die ICANN bisher keine Regelungen zum Umgang oder zur Vermeidung solch kritischer Zeichenkonstellationen herausgegeben. Auch wenn natürlich nicht alle Markennamen aus den Zeichen anderer Schriftsysteme nachgebildet werden können, sollten sich Unternehmen der drohenden Missbrauchsgefahr bewusst sein, eventuelle Transkriptionsmöglichkeiten in anderen Schriften prüfen und sich entsprechende Domains im Ernstfall schnell sichern.

Nachtrag: Ich habe das im Originalartikel von Mashable verwendete Beispiel (paypal.com) nicht verwendet, da das lateinische L im kyrillischen Alphabet anders dargestellt wird: L = Л. “raural” müsste somit als “раурал” wiedergegeben werden.

Das erfolgreichste YouTube-Video 2009

Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Auf YouTube ansehenZum Ende eines jeden Jahres explodieren die Superlative: vom Wort des Jahres über die meistgesuchten Begriffe auf Google bis hin zum erfolgreichsten Spiel in den sozialen Netzwerken. Dazu zählt natürlich auch das Video mit den meisten Abrufen auf der Videoplattform YouTube.

Man mag von den Castingformaten unserer Zeit halten was man will, aber eines steht fest: Susan Boyle hat in diesem Jahr die würdige Nachfolge von Paul Potts, unter anderem einst Hauptdarsteller in einem rührseligen Werbespot der Deutschen Telekom, angetreten. Die anfangs so unscheinbare und belächelte Endvierzigerin aus Blackburn in Schottland hat die Welt begeistert. Nicht umsonst hat ihr Video auf YouTube mit über 120 Millionen Abrufen so einige “echte Superstars” weit hinter sich gelassen.

Übrigens: Der meistgesuchte Begriff auf YouTube im Dezember 2009 ist bisher “Tiger Woods”. Kontrastprogramm.

US-Verteidigungsbehörden testen Zuverlässigkeit von sozialen Netzwerken

Montag, Dezember 7th, 2009

Foto: DARPADie Forschungseinrichtung des US-Verteidigungsministeriums DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) hat am vergangenen Wochenende mit Hilfe von zehn roten Ballons die Zuverlässigkeit der Informationsverbreitung über soziale Netzwerke wie z.B. Facebook und Twitter untersucht.

Im Rahmen eines Wettbewerbs positionierte die DARPA über die gesamten USA verteilt zehn rote Ballons. Für das erste bei der “DARPA Network Challenge” registrierte Team, das die Positionen aller zehn Ballons bestimmen konnte, winkten 40.000 Dollar Preisgeld. Für die Suche hatten die Teilnehmer bis zum 14. Dezember Zeit – allerdings konnte ein Team des Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) die Ballons bereits nach neun Stunden aufspüren und die 40.000 Dollar kassieren.

Ziel des Wettbewerbs war laut einer Sprecherin des DARPA unter anderem, die Glaubwürdigkeit der verbreiteten Informationen über soziale Netzwerke zu untersuchen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die teilnehmenden Teams auch mit gezielt gestreuten Falschinformationen arbeiten konnten, um die Gegner in die Irre zu führen.

Der Wettbewerb wurde offiziell anlässlich des 40. Geburtstages des Arpanet, dem Vorläufer des heutigen Internets, gestartet. Dass die auf recht spielerische Weise gewonnenen Informationen allerdings für die Behörden generell sehr hilfreich sein können, liegt auf der Hand.

Leitfaden für den Einstieg in soziale Netzwerke

Donnerstag, Dezember 3rd, 2009

BVDW-LeitfadenDer Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat einen Leitfaden für Social-Network-Neulinge herausgegeben. In zehn hilfreichen Tipps erfahren Einsteiger, wie sie soziale Netzwerke wie beispielsweise XING und LinkedIn beruflich oder Facebook, meinVZ und wer-kennt-wen privat sinnvoll und sicher nutzen können. Neben der klaren Zielsetzung für die Nutzung eines sozialen Netzwerks beschreibt der Leitfaden auch, wie man sich vor unliebsamen Überraschungen im Umgang mit dem neuen Medium schützen kann. Der kostenlose Leitfaden steht beim BVDW als PDF-Dokument zum Download bereit.

IKEA: virales Marketing par excellence auf Facebook

Samstag, November 21st, 2009

Wie virales Marketing hervorragend über die sozialen Netzwerke funktionieren kann, demonstrierte IKEA diesen Herbst auf Facebook. Zur Eröffnung der Filiale in Malmö machte sich das schwedische Möbelhaus eine gern und häufig genutzte Funktion von Facebook zu eigen: die Verlinkung auf Fotos im Album eines Nutzers. So wurden für den Store Manager Gordon Gustavsson kurzerhand ein Facebook-Profil angelegt und über einen Zeitraum von zwei Wochen insgesamt zwölf Bilder von verschiedenen IKEA-Wohnlandschaften in dessen Album hochgeladen. Das jeweils erste Facebook-Mitglied, das einen beliebigen Einrichtungsgegenstand auf einem Foto mit seinem Namen verlinkte, hatte den Artikel gewonnen. Das Gewinnspiel verbreitete sich rasend schnell auf den Pinnwänden tausender Facebook-Nutzer, was die Nachfrage nach neuen Bildern und somit weiteren Gewinnchancen ankurbelte. Jedes Nutzerprofil wurde so zur ganz individuellen Werbefläche für IKEA. Eine einfache, aber geniale Idee, die zeigt, welche Wege die Werbung in Zukunft auf ganz spielerische Weise gehen kann.

Die ganze Idee noch einmal in Bild und Ton auf YouTube:

Aktualisierung vom 7. Januar 2010: “Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Forsman nicht mehr verfügbar.”

Übrigens: Der Song im Video stammt vom Berliner Duo “Modeselektor” und heißt “Happy Birthday!” – zu haben zum Beispiel bei iTunes.

Alles für Ihre Werbung: der vaya/shop

Donnerstag, November 19th, 2009

vaya/shopAb heute bietet Ihnen vaya/marketing noch mehr Service: Der neue vaya/shop ist voll mit Produkten, die Unternehmen für ihren werblichen Auftritt benötigen.

Vom klassischen Digitaldruckerzeugnis in Kleinstauflage über mobile Präsentationssysteme und Leinwanddrucke bis hin zu Klebefolien für den Innen- und Außenbereich findet der Werbungtreibende hier alles, was einen professionellen Auftritt ausmacht.

Bestellen im vaya/shop ist ganz einfach: Produkt auswählen, gewünschte Ausführung und Auflage eingeben, Preis kalkulieren und Bestellung abschicken. Die Druckdaten können im Anschluss bequem online übertragen werden. Schauen Sie doch mal vorbei und stöbern Sie in unserem Produktangebot!

Fragen zum vaya/shop und unseren Produkten beantworten wir Ihnen gerne. Selbstverständlich übernehmen wir auch die professionelle Gestaltung und Produktionskoordination Ihrer Werbemittel, wenn Sie es wünschen.

W&V startet Serie über “Spuren im Netz”

Montag, Oktober 26th, 2009

Spuren

Soziale Netzwerke und die damit verbundene Selbstdarstellung ihrer Nutzer sind zurzeit in aller Munde. Wie ausführlich man seine privaten und beruflichen Daten im Netz preisgibt, bleibt zunächst jedem selbst überlassen. Doch welche Online-Netzwerke sind reines Privatvergnügen und welche können sogar die Karrierechancen steigern?

Ab Heft 43 nimmt das Fachmagazin “W&V Werben & Verkaufen” das Thema Online-Reputation genauer unter die Lupe. Die Serie “Spuren im Netz” beleuchtet in den nächsten Ausgaben wichtige Aspekte zum “Personal Branding”, also der Darstellung der eigenen Person im World Wide Web. Mit einer gezielten und richtigen Vorstellung auf beruflich orientierten Plattformen lassen sich die Job- und Karrierechancen durchaus verbessern. “Nur wer sich kompetent und kontinuierlich beteiligt, kann sich eine wirkungsvolle persönliche Marke und ein karriere-förderndes Netzwerk aufbauen”, schreibt die W&V. In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich das Fachmagazin darüber hinaus mit der Frage, wie Arbeitgeber mit den steigenden Social-Media-Aktivitäten ihrer Mitarbeiter umgehen.

Dass private soziale Netzwerke den Karrierechancen aber im Zweifel auch hinderlich sein können, haben wir bereits in unserem Artikel “Social Networks: eine Stolperfalle fürs Business?” beleuchtet.

Minidomains ab heute auch in Deutschland

Freitag, Oktober 23rd, 2009

MinidomainSeit heute um 9 Uhr können auch deutsche Domainnamen (.de) mit nur einem oder zwei Buchstaben oder einer Zahlenfolge bei der Denic registriert werden. Dies war bisher – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – nicht möglich, obwohl beispielsweise Volkswagen bereits vor einiger Zeit die Vergabe der Domain vw.de gerichtlich durchgesetzt hatte.

Zum 23. Oktober 2009 hat die Denic ihre Domainrichtlinien entsprechend angepasst, so dass Domainnamen in Deutschland aus nur noch mindestens einem Zeichen bestehen können. Auch Domainnamen, die einem Kfz-Kennzeichen entsprechen, wurden von der Denic freigegeben. Die Denic erwartet einen großen Ansturm auf die neuen Namen und setzt deshalb bei der Vergabe auf das “First-come-first-served”-Prinzip, nach dem der erste eingegangene Auftrag auch den Zuschlag erhält. “Im Interesse der Internet Community sollen die Registrierungsaufträge schnell, sicher und vor allem unter Wahrung größtmöglicher Chancengleichheit und Transparenz umgesetzt werden”, schreibt die Denic in ihrer Presseinformation. Wer allerdings glaubt, sich schnell die Abkürzungen großer Unternehmen sichern zu können, um sie dann anschließend zu versilbern, setzt auf das falsche Pferd: Die Regeln des Markenrechts gelten natürlich auch für die neuen Domainnamen.

Mehr über die Vergaberichtlinien der neuen Domainnamen finden Sie in der Veröffentlichung der Denic.