Archive for the ‘Rund um die Werbung’ Category

Marke, Geschmacksmuster, Gebrauchsmuster: Wo ist der Unterschied?

Montag, Juni 22nd, 2009

Etliche Existenzgründer und Jungunternehmer stolpern beim Markteintritt über eine Hürde, die in der Euphorie einer neuen Geschäftsidee allzu schnell übersehen wird: geschützte Namen, Begriffe und Designs. Oftmals wird viel zu spät erkannt, dass die in einem langwierigen Kreativprozess entwickelte und scheinbar einzigartige Idee bereits von einem anderen Unternehmen als geistiges Eigentum in Anspruch genommen wird. Und dabei muss es sich nicht immer um Mitbewerber aus der gleichen Branche handeln.

Grundsätzlich werden vier Arten von Schutzrechten unterschieden: Patent, Marke, Geschmacks- und Gebrauchsmuster. Insbesondere bei den letzten drei Begriffen entsteht immer wieder Verwirrung über ihre genaue Bedeutung. Die Zentralbehörde für den gewerblichen Rechtsschutz in Deutschland, das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), unterscheidet die drei Begriffe im Wesentlichen so:

Eine Marke dient der Kennzeichnung von Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Schutzfähig sind Zeichen, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Das können Wörter, Buchstaben, Zahlen, Abbildungen, aber auch Farben und Hörzeichen (also akustische Merkmale) sein.

Das Geschmacksmuster schützt das Design dreidimensionaler Gegenstände – zum Beispiel von Möbeln, Autos oder Spielzeug. Auch für zweidimensionale Muster – wie Stoffe, Tapeten, Logos, Grafiken oder Icons – kann man ein Geschmacksmuster anmelden.

Technische Erfindungen können schnell und preiswert als Gebrauchsmuster geschützt werden. Als Gebrauchsmuster anmelden kann man auch chemische Stoffe, Nahrungs- und Arzneimittel. Ausgenommen sind Verfahren, zum Beispiel Herstellungs- und Arbeitsverfahren oder Messvorgänge. Während eine Patentanmeldung oft einige Jahre dauert, kann das Gebrauchsmuster bereits wenige Wochen nach der Anmeldung eingetragen werden.

Detaillierte Informationen über die einzelnen Schutzrechte sowie die Möglichkeit zur Recherche nach bereits bestehenden bzw. eingetragenen Schutzrechten erhalten Sie über die Internetseiten des DPMA. Wer sich als Gründer gerade im Kreativprozess zur Entwicklung einer Marke befindet, kann auf der kommerziellen Internetseite “Best brands of the world” nachsehen, ob, wo und wie eine Logoidee vielleicht bereits schon anderweitig umgesetzt wurde:

Best brands of the world

Aber Vorsicht: Diese Seite ist lediglich eine Sammlung von Marken ohne jegliche rechtliche Grundlage. Eine verbindliche Recherche wie beim DPMA kann hier also nicht durchgeführt werden.

Andere Länder, andere Sitten

Montag, Mai 18th, 2009

JapanDass fremdsprachliche Werbebotschaften beim Empfänger nicht immer ins Schwarze treffen, konnten Sie in unserem Beitrag “Missverstandene Anglizismen” bereits lesen. Doch selbst wenn ein international agierendes Unternehmen die Muttersprache der Zielgruppe spricht, ist es vor kulturell bedingten Fettnäpfchen noch lange nicht gefeit.

Besonders der asiatische Markt birgt einige Fallen. Gerade auf der Ebene der nonverbalen Kommunikation exisitieren im Gegensatz zur westeuropäischen Welt große Unterschiede. Sexuelle Anspielungen oder Reize sind weitaus mehr tabuisiert als in Europa. Auch das Thema Freizeit genießt im südostasiatischen Raum einen deutlich geringeren Stellenwert als in unseren Gefilden. Und auch der Numerologie wird mehr Bedeutung beigemessen als in der westlichen Welt: Vor allem die Zahl 4 sollte als “Todeszahl” stets vermieden werden. Beliebte Zahlen hingegen sind 1, 5 und 8. Schwarz und Weiß sollten als vollflächige Farben nicht eingesetzt werden; positiv aufgenommen werden warme Töne wie Rot oder Gelb.

Immer mehr Unternehmen finden ihren Markt auch auf dem afrikanischen Kontinent. Besonders beachtenswert ist bei der Vielfalt der afrikanischen Kulturen, dass der Islam weit verbreitet ist. Emotionale Reize sollten also nie gegen Sitte und Moral verstoßen. Zahlen spielen eine geringere Rolle als in Asien; die Zahl 9 wird im Allgemeinen als positiv empfunden. Grün ist durch seine religiöse Bedeutung eine beliebte Farbe, sollte aber auch gerade deswegen mit Vorsicht eingesetzt werden.

Die Öffnung nach Osten bringt vielen Unternehmern auch die russische Kultur näher. Sicher haben West- und Osteuropäer viele Gemeinsamkeiten, jedoch werden vor allem in Russland viele geschäftliche Kontakte auch im Freizeitbereich geknüpft. Die Farbe Rot hat trotz ihrer ehemals sehr politischen Bedeutung nach wie vor eine positive Konnotation – nicht zuletzt, weil im Russischen die Begriffe “rot” und “schön” sprachlich verwandt sind.

Natürlich können wir hier nicht alle Feinheiten der kulturellen Unterschiede und die daraus resultierenden Fallstricke für die Kommunikation behandeln. Wenn Sie beabsichtigen, mit Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten und Dienstleistungen in anderen Kulturen präsent zu sein, helfen wir Ihnen, den richtigen Ton zu treffen und unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

“Nehmen Sie doch ein Bild aus dem Internet!”

Donnerstag, Mai 7th, 2009

BildersucheKnapper werdende Budgets und immer kurzlebigere Kommunikationsmaßnahmen zwingen Unternehmen oftmals dazu, die Herstellungskosten ihrer Werbemittel auf ein Minimum zu reduzieren. Neben Text, Gestaltung und Produktion (z.B. Druck oder Programmierung) stellt das benötigte Bildmaterial meist einen großen Kostenblock dar. Die Aufträge für eigens für ein Werbemittel fotografierte Bilder – von speziellen Produkt-, Unternehmensaufnahmen oder Porträts einmal abgesehen – sind in den vergangenen Jahren daher stark rückläufig. Immer häufiger werden Agenturen indes gebeten, sich der Angebote von Bildagenturen zu bedienen. Doch selbst hier macht der Rotstift nicht halt: Der Trend bewegt sich weg von lizenzpflichtigem Bildmaterial hin zu lizenzfreien Aufnahmen, nicht selten zu Lasten der Qualität. Eine einheitliche Bildsprache – eine wichtige Komponente in einem konsequent durchdachten Corporate Design – kann durch die Verwendung von “Discountbildern” allerdings nur noch in den seltensten Fällen aufrecht erhalten werden.

Doch selbst lizenzfrei heißt nicht kostenlos. Obwohl wahre Discounter für Bildmotive aller Art in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, sucht man hier oft vergebens nach einem für den Einsatzzweck geeigneten Motiv. So bleibt nur die Möglichkeit, sich entweder doch lizenzpflichtiger Fotos zu bedienen oder einen Fotografen mit der Aufnahme zu beauftragen – beides sprengt aber oft die Budgetvorgabe des Kunden.

“Nehmen Sie doch einfach ein Bild aus dem Internet, ich habe da ganz viele gefunden”, lautet daher oft der Hinweis auf die Ergebnisse der Bildersuche bei einschlägigen Suchmaschinen. Es ist durchaus nicht auszuschließen, dass die Weiten des World Wide Web ein Bildmotiv bereithalten, das genau den Vorstellungen des Auftraggebers entspricht. Allerdings: Ganz abgesehen von der meist nicht ausreichenden Datenqualität für eine anspruchsvolle Druckreproduktion sind die gefundenen Bilder kein “Freiwild”, an dem man sich beliebig bedienen darf. Die Verletzung von Urheber- und Nutzungsrechten – insbesondere bei gewerblicher Verwendung – darf nicht als Kavaliersdelikt angesehen werden. Ein Bild, dessen Verwendung nicht ausdrücklich gestattet wurde, ist also allein aus juristischen Gründen in aller Regel tabu und kann bei nicht genehmigter Verwendung teure Konsequenzen nach sich ziehen.

Unsere Empfehlung: Planen Sie bei der Kalkulation Ihrer Budgets eine ausreichend große Position für Bildmaterial ein. Gern unterstützen wir Sie hier bei Ihrer Planung und besprechen mit Ihnen gemeinsam, welche Art von Bildquelle für Ihr Vorhaben optimalerweise zum Einsatz kommen sollte.

Missverstandene Anglizismen

Mittwoch, Mai 6th, 2009

anglizismenEnglischsprachige Worte oder ganze Phrasen gelten gemeinhin als modern, schick und demonstrieren Weltoffenheit – so mag man zumindest glauben. Spätestens seit Bekanntwerden eines der größten Missverständnisse um den englischen Slogan einer großen Parfümeriekette wissen wir aber, dass englische Botschaften von großen Teilen der Zielgruppe nicht immer richtig verstanden werden: “Come in and find out” wurde von den Befragten allzu oft mit “Komm rein und finde wieder raus” übersetzt, was sicher nicht ganz die Absicht des Absenders war.

Nicht nur international operierende Unternehmen müssen sich daher die Frage stellen, ob die Zielgruppen in ihren Märkten tatsächlich in der Lage sind, Sinn und Inhalt einer fremdsprachlichen Werbebotschaft richtig zu verstehen. In vielen Fällen ist es ratsam, die Botschaft der Sprache und auch den Gepflogenheiten des Empfängers anzupassen – getreu dem in den 1990er Jahren gern propagierten Motto “Think global, act local”. Während wir in Deutschland zum Beispiel bedenkenlos die “Liebe zum Automobil” pflegen können, wird ein Spanier spätestens bei der Verwendung des Wortes “amor” in Verbindung mit einem Auto eher stutzig und kann sich bestenfalls für “pasión”, also die Leidenschaft, erwärmen.

Wie auch andere englischsprachige Werbeslogans missverstanden werden, zeigt eine Untersuchung der Endmark GmbH bei rund 1.000 Befragten zwischen 14 und 49 Jahren aus dem Jahr 2006: Nur 38 Prozent verstanden den Slogan “Freedom of speech” von BASE korrekt als “Redefreiheit”. Die Mehrzahl der Befragten übersetzte zum Beispiel mit “Frieden der Geschwindigkeit” oder “Rede in Frieden”. Burger Kings “Have it your way” wurde von einigen Befragten mit “Hast du deinen Weg?” oder “Nimm’s mit auf den Weg” übersetzt – nur knapp ein Viertel der Befragten konnte den Slogan korrekt mit “Mach’s auf deine Weise” interpretieren. Oder wie schrieb doch ein Schulfreund seinerzeit in einer Englischklausur: “The story is written in short and pregnant paragraphs” – vielleicht ist es ja das, was man unter “inhaltsschwanger” verstehen darf …

Lesen Sie demnächst in unserem Beitrag “Andere Länder, andere Sitten”, worauf Werbungtreibende bei ihrer Kommunikation mit anderen Kulturkreisen – zum Beispiel in Asien, Afrika und Osteuropa – unbedingt achten sollten.

Firmenvideos für jedermann erschwinglich

Montag, Mai 4th, 2009

blipp-tv4Videoportale sind nicht das Medium der Zukunft, sondern sie haben bereits heute einen großen Stellenwert. Etwa 75 Prozent aller Internetnutzer schauen sich Videoclips im Internet an. Nach aktuellen Studien bewegt sich der Trend weg vom heimischen TV hin zum Internet. Blipp-TV bietet als erstes Business Video Portal seiner Art alle Vorzüge einer Unternehmenspräsentation mit bewegtem Bild im World Wide Web.

Mit Blipp-TV werden Unternehmen für ihre Kunden und Interessenten transparenter. In einem Videoclip lassen sich in kurzer Zeit wesentlich mehr Informationen transportieren als über statische Texte und Bilder. Zusätzlich können Emotionen geweckt und somit ein vertrauenswürdiges, kundennahes Image geprägt werden.

In Kooperation mit Blipp-TV aus Dresden bietet Ihnen vaya/marketing als Regionalpartner exklusiv für die Rhein-Main-Region Videoclips für Ihr Unternehmen zum Festpreis an. Neben der Präsentation Ihres Clips auf dem Business Video Portal Blipp-TV erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Video in Ihre eigene Firmenwebseite einzubetten und direkt zu präsentieren.

Sie wollen mehr über Blipp-TV und einen Clip für Ihr Unternehmen erfahren? Sprechen Sie uns an!

Die Fallen des E-Mail-Marketings

Samstag, Mai 2nd, 2009

trashempty1Wie der gut gemeinte Schuss einer E-Mail-Marketingkampagne durch Unachtsamkeit oder mangelnde Erfahrung ganz schnell nach hinten losgehen kann, beweist das Beispiel einer E-Mail, die ich jüngst erhalten habe.

Der Absender, ein Anbieter von Werbeflächen, wollte 152 Empfänger über neue Standorte seiner Werbemöglichkeiten informieren. Was er nicht bedacht hatte: Alle 152 Empfängeradressen waren für die anderen offen einsehbar. So umfangreich die Reaktionen auf diese Mail waren, so unterschiedlich waren sie dann auch. Eins ist sicher: Von einer so hohen Rücklaufquote hätte der Absender vermutlich nie zu träumen gewagt. Allerdings hat er sich die Reaktion auf seine Infomail sicher auch anders gewünscht.

Neben deutlichen Aufforderungen von Empfängern, ihre E-Mail-Adresse sofort vom Verteiler zu entfernen, gab es eine ganze Reihe von Unternehmern, die diese außer Kontrolle geratene E-Mail-Flut mit einem meist zwinkernden Auge in eine Werbeveranstaltung in eigener Sache umgekehrt haben und ihrerseits in der Antwortmail ihr Produkt angepriesen haben. Virales Marketing mal anders.

Der geprügelte Absender hat bereits nach der ersten Handvoll Reaktionen Reue gezeigt und sich bereit erklärt, pro versendeter E-Mail einen bestimmten Betrag an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Auch eine Form von Social Marketing.

Der Fall zeigt: Eine nicht sorgsam vorbereitete und durchgeführte E-Mail-Kampagne mag zwar für jede Menge Response, Traffic und Wirbel sorgen – kann aber im schlimmsten Fall auch einen großen Imageschaden verursachen. 152 Empfänger mögen bei einem ausreichend großen Kundenstamm eine noch überschaubare Größenordnung sein. Bei sensiblen Adressen, Produkten oder größeren Verteilern sieht die Sache aber ganz schnell anders aus.

Unsere Empfehlung: Verlassen Sie sich auf die Fachleute, wenn Sie professionelles E-Mail-Marketing betreiben möchten. Es zahlt sich aus.