Posts Tagged ‘Internet’

Zeig mir dein Gesicht und ich sag dir, wer du bist

Samstag, März 6th, 2010

An Programmen zur automatischen Identifizierung von Personen arbeitet die Industrie schon lange. Bildverwaltungssoftware wie Googles Picasa oder Apples iPhoto beherrschen die Erkennung von Gesichtern innerhalb der eigenen, privaten Fotoalben mittlerweile recht gut. Dass die Personenerkennung mittels mobiler Geräte die nächste Entwicklungsstufe darstellt, ist nur die logische Konsequenz.

Das schwedische Softwareunternehmen „The Astonishing Tribe“ (TAT) hat jüngst die Anwendung „Recognizr“ entwickelt, die es Nutzern eines iPhones oder Android-Handys ermöglichen soll, unterwegs Gesichter zu fotografieren und erkennen lassen zu können. Das über die Handykamera aufgenommene Foto wird zum Abgleich mit einer Datenbank ins Netz geschickt. Ist das Gesicht dem System bekannt, werden die Daten beispielsweise mit denen der Sozialen Netzwerke abgeglichen, bei denen die gesuchte Person angemeldet ist. Die Icons der Netzwerke werden dann auf dem Handydisplay angezeigt, so dass man die Profile der identifizierten Person direkt aus der Anwendung heraus besuchen kann. Ein Video zeigt, wie “Recognizr” funktioniert:

Nach heutigem Stand bleibt die Privatsphäre gewahrt, da man sich zur Erkennung aktiv bei dem Dienst anmelden und seine Daten inklusive Foto hinterlegen muss. Eine Identifikation „in freier Wildbahn“ gegen den Willen der gesuchten Person bliebe somit ausgeschlossen. Es ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis die großen Daten sammelnden Unternehmen solche Anwendungen in ihre Dienste integrieren und die Profile ihrer Nutzer möglicherweise durch eine einfache und leicht zu übersehende Änderung in ihren AGB für die Gesichtserkennung freigeben.

Was ist eigentlich ein Content Management System?

Donnerstag, Februar 18th, 2010

Ein Beitrag von Alexander Wilms

Die meisten Webseiten kommen heute nicht mehr ohne aus – Content-Management-Systeme (CMS) sind zum Standard geworden. Aber wozu werden diese Systeme eigentlich verwendet?

Genau genommen ist eine Webseite selbst ein Computerprogramm, welches den Inhalt der Webseite beschreibt: Texte, Bilder oder Videos. Der Webbrowser liest dieses Programm ein und arbeitet die Programmierbefehle nacheinander ab. Je nach verwendeter Programmiersprache enthält dieser Code nur eine reine “statische” Beschreibung des Seiteninhalts (z.B. HTML-Code) oder auch zusätzlichen “ausführbaren” Programmcode, welcher der Webseite zusätzliche interaktive Funktionen ermöglicht.

Um eine Webseite im Internet zu veröffentlichen, muss zunächst der Programmcode der Seite erstellt werden. Anschließend muss dieser Code auf einen sogenannten Webserver übertragen werden, der dann die “Auslieferung” des Codes an die Internetnutzer übernimmt.

Website

Mit speziellen Editoren, die aus einem grafischen Design den benötigten Seitencode eigenständig erstellen, ist es zwar relativ leicht, eine einfache Webseite zu erstellen, ohne Programmcode schreiben zu müssen. Jede Änderung des Seiteninhalts oder des Seitendesigns erfordert jedoch eine erneute Bearbeitung und Übertragung des Seitencodes auf den Webserver, denn der Code enthält sowohl Seiteninhalt als auch das -design. Bei großen Webseiten können so selbst kleine Änderungen schnell sehr aufwändig werden.

Für solche Seiten werden daher spezielle Content-Management-Systeme zur Erstellung und Pflege eingesetzt. Bei diesen Systemen wird das Seitendesign vom Inhalt getrennt. Das Seitendesign wird in einem sogenannten Seiten-Template definiert – vergleichbar einem “leeren” Seitenraster ohne Text und Bilder. Zur Erfassung der Seiteninhalte, Texte und Bilder, müssen diese Inhalte zunächst in Einzelelemente strukturiert werden. Zur Erfassung der Inhalte werden dann im CMS Eingabeformulare definiert, mit deren Hilfe die Benutzer des Systems die Inhalte eingeben können. In einem dritten Schritt werden Seitendesign und Inhalt schließlich wieder zusammengeführt, indem den Seitenelementen ihr jeweiliger Platz im Seitendesign zugewiesen wird.

Content Management SystemDie Aufteilung der Inhalte in einzelne Elemente ermöglicht es, diese Elemente im Layout unterschiedlich zu darzustellen – weiß das CMS, dass ein Element eine Überschrift darstellt, kann es diesen in dem im Seiten-Template definierten Format darstellen. Die Strukturierung des Inhalts in einzelne Elemente ermöglicht es dem CMS aber auch, die Anzeige von Inhalten zu variieren – durch Definition von “Ansichten” oder “Menüs” kann etwa ein bestimmter Inhalt an verschiedenen Stellen der Webseite unterschiedlich angezeigt werden. Basierend auf den definierten Ansichtsregeln kann das System auch Inhalte eigenständig zusammenzustellen.

Das Content-Management-System wird in der Regel auf dem Webserver installiert und führt Inhalte und Design zu einer Webseite erst in dem Moment zusammen, wenn der Internetnutzer die Seite anfordert. Neue oder geänderte Inhalte werden so vom System selbstständig in die bestehende Seite integriert, ohne dass jeweils eine Bearbeitung des Seitencodes erforderlich ist. Die Benutzer des Systems können sich daher voll auf die Erstellung der Inhalte konzentrieren. Komfortable Content-Management-Systeme unterstützen darüber hinaus den kompletten Lebenszyklus des Inhalts mittels vordefinierter Genehmigungs-Workflows, zeitgesteuerter Aktivierung oder Deaktivierung von Inhalten, Versionierung oder umfangreicher Nutzungsstatistik.

Der Einsatz eines CMS empfiehlt sich nicht generell für jede Webseite. Die kreative Gestaltung einer Webseite wird durch die notwendige Strukturierung der Inhalte eingeschränkt, und die Einrichtung und der Betrieb des Systems erfordert Aufwand, die Änderung und laufende Pflege der Webseite wird jedoch deutlich erleichtert und beschleunigt. Soll ein CMS eingesetzt werden, muss in einem Einführungsprojekt eine genaue Analyse der Inhalte, eine sorgfältige Strukturierung der Inhalte sowie die geschickte Einbindung der Elemente in die Seiten-Templates erfolgen.

Alexander WilmsAlexander Wilms ist Spezialist für IT-Architektur, Anforderungsanalyse, Systembeurteilung und -auswahl, IT Management und Governance, Projektmanagement und Usability. Für vaya/marketing kümmert er sich um die Themen Web-Design, Web-Programmierung und Content Management.

Wie unbeobachtet fühlen Sie sich im Netz?

Dienstag, Februar 2nd, 2010

StartpanicFast täglich wird von neu entdeckten Sicherheitslücken im Netz berichtet, durch die die Privatsphäre der Nutzer immer weiter eingeschränkt wird. Für Menschen, die das Internet in seinem vollen Umfang nutzen und sich am “Mitmach-Netz” 2.0 beteiligen, sind die Zeiten eines halbwegs anonymen Surfens schon lange vorbei. Doch gerade in den letzten Monaten häufen sich die Hinweise, dass der Mensch vor dem Rechner und/oder sein Surfverhalten eindeutig identifiziert werden kann und nicht mehr nur auf eine kryptische IP-Adresse – deren “Besitzer” in der Regel nur dem Provider bekannt ist – reduziert ist.

Durch eine Sicherheitslücke in den gängigsten Browsern kann eine besuchte Webseite beispielsweise Ihr Surfverhalten ausspionieren, indem sie die Chronik Ihrer Seitenbesuche (Browser History) ausliest. Besonders deutlich demonstriert wird dies auf startpanic.com (nur auf Englisch), wo Ihnen nach einem Klick auf den Button “Let’s start” zumindest ein Teil der zuletzt besuchten Internetseiten präsentiert wird – vorausgesetzt, Sie haben Ihre Browser History nicht gerade erst gelöscht. Startpanic.com hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Petition an die Programmierer der Internetbrowser zu übermitteln, damit diese Sicherheitslücke geschlossen wird. Weniger seriös, aber möglicherweise um so kompromittierender gibt sich die Seite didyouwatchporn.com, die Ihnen auf Grund der ausgelesenen Seitenbesuche schnell und unmissverständlich zeigt, ob Sie jüngst eine Seite besucht haben, die ausschließlich Inhalte für volljährige Internetnutzer bereitstellt. Tückisch: Die Seite bietet zusätzlich eine Funktion, mittels derer Sie einen Link an einen “Freund” verschicken können. Klickt der Adressat auf diesen Link in der empfangenen E-Mail, erhält der Versender postwendend eine Rückmeldung, ob und auf welchen Erwachsenenseiten der mit dem Link “beschenkte” Nutzer unterwegs war. Diese beiden Beispiele zeigen bereits eindrucksvoll, wie betrügerische – aber durchaus auch ansonsten seriöse – Webseiten sehr private Informationen eines Nutzers ausspionieren können. Allerdings können auf diese Weise noch keine Rückschlüsse auf die Identität einer bestimmten Person gezogen werden.

Sie atmen gerade erleichtert durch? Dann überlegen Sie kurz, in welchen Sozialen Netzwerken Sie angemeldet sind und in welchen Gruppen oder Foren Sie sich dort tummeln. Mit Facebook oder studiVZ haben Sie nichts am Hut? Sie nutzen ausschließlich die seriöse und rein beruflich orientierte Plattform XING und sind dort in einigen Gruppen aktiv? Dann prüfen Sie doch einmal, wie leicht Sie unter Umständen durch den Klick auf eine einzige Schaltfläche auf einer fremden Webseite identifiziert oder zumindest einem engeren Personenkreis zugeordnet werden können. Treffer? Wohl gemerkt: Es handelt sich hierbei nicht um eine Sicherheitslücke bei XING, sondern um eine verwundbare Stelle in Ihrem Browser, durch die allein auf Grund Ihrer Forenaktivitäten eine Art digitaler Fingerabdruck ermittelt werden kann.

Der restriktive Umgang mit persönlichen Daten allein schützt Sie also nicht davor, dass Sie eindeutige Spuren im Netz hinterlassen und durch die immer enger werdenden Maschen im World Wide Web eindeutig identifiziert werden können. Dieser Tatsache sollte man sich heute als Internetnutzer immer bewusster werden.

Drohen uns ab diesem Jahr betrügerische Domainnamen?

Freitag, Januar 1st, 2010

Wie “Mashable – The Social Media Guide” heute in seinem Blog veröffentlicht, stehen uns ab Mitte dieses Jahres möglicherweise Domainnamen ins Haus, die mit äußerster Vorsicht, weil unter Umständen in betrügerischer Absicht registriert, zu genießen sind.

Laut Mashable wird die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2010 Domainnamen zulassen, die nicht aus dem lateinischen Alphabet bestehen. Im Klartext heißt das, dass Domains künftig beispielsweise auch aus arabischen, japanischen, kyrillischen oder chinesischen Schriftzeichen bestehen können. Dieser für nicht-lateinische Zeichen verwendende Sprachen nicht zu bestreitende Fortschritt birgt gleichzeitig ein noch ungeahntes Potenzial für kriminelle Absichten, beispielsweise für Phishing-Sites.

Der Grund hierfür ist so einfach wie bemerkenswert: Einige Sprachen, so zum Beispiel Russisch, verwenden in ihrem Alphabet Zeichen, die wir auch aus unserem lateinischen Alphabet kennen – allerdings mit teilweise unterschiedlicher Bedeutung. Ein konkretes Beispiel: Würde die Domain “raurask.com” in kyrillischen Zeichen registriert, erschiene sie uns, ans lateinische Alphabet gewöhnten Nutzern, als “paypacк.com” (das kyrillische P entspricht dem lateinischen R, das Y unserem U und das C dem S). Da die modernen Betriebssysteme bzw. Browser heute meist in der Lage sind, auch die Schriftzeichen anderer Sprachen problemlos darzustellen, würde uns dieser Unterschied gar nicht auffallen. Wie auf diese Weise schnell die Rechte von Marken, die zufälligerweise Buchstaben mit Entsprechungen in anderen Schriftsystemen verwenden, ausgehebelt werden können, liegt auf der Hand.

Wie Mashable weiter schreibt, hat die ICANN bisher keine Regelungen zum Umgang oder zur Vermeidung solch kritischer Zeichenkonstellationen herausgegeben. Auch wenn natürlich nicht alle Markennamen aus den Zeichen anderer Schriftsysteme nachgebildet werden können, sollten sich Unternehmen der drohenden Missbrauchsgefahr bewusst sein, eventuelle Transkriptionsmöglichkeiten in anderen Schriften prüfen und sich entsprechende Domains im Ernstfall schnell sichern.

Nachtrag: Ich habe das im Originalartikel von Mashable verwendete Beispiel (paypal.com) nicht verwendet, da das lateinische L im kyrillischen Alphabet anders dargestellt wird: L = Л. “raural” müsste somit als “раурал” wiedergegeben werden.

Das erfolgreichste YouTube-Video 2009

Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Auf YouTube ansehenZum Ende eines jeden Jahres explodieren die Superlative: vom Wort des Jahres über die meistgesuchten Begriffe auf Google bis hin zum erfolgreichsten Spiel in den sozialen Netzwerken. Dazu zählt natürlich auch das Video mit den meisten Abrufen auf der Videoplattform YouTube.

Man mag von den Castingformaten unserer Zeit halten was man will, aber eines steht fest: Susan Boyle hat in diesem Jahr die würdige Nachfolge von Paul Potts, unter anderem einst Hauptdarsteller in einem rührseligen Werbespot der Deutschen Telekom, angetreten. Die anfangs so unscheinbare und belächelte Endvierzigerin aus Blackburn in Schottland hat die Welt begeistert. Nicht umsonst hat ihr Video auf YouTube mit über 120 Millionen Abrufen so einige “echte Superstars” weit hinter sich gelassen.

Übrigens: Der meistgesuchte Begriff auf YouTube im Dezember 2009 ist bisher “Tiger Woods”. Kontrastprogramm.

US-Verteidigungsbehörden testen Zuverlässigkeit von sozialen Netzwerken

Montag, Dezember 7th, 2009

Foto: DARPADie Forschungseinrichtung des US-Verteidigungsministeriums DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) hat am vergangenen Wochenende mit Hilfe von zehn roten Ballons die Zuverlässigkeit der Informationsverbreitung über soziale Netzwerke wie z.B. Facebook und Twitter untersucht.

Im Rahmen eines Wettbewerbs positionierte die DARPA über die gesamten USA verteilt zehn rote Ballons. Für das erste bei der “DARPA Network Challenge” registrierte Team, das die Positionen aller zehn Ballons bestimmen konnte, winkten 40.000 Dollar Preisgeld. Für die Suche hatten die Teilnehmer bis zum 14. Dezember Zeit – allerdings konnte ein Team des Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) die Ballons bereits nach neun Stunden aufspüren und die 40.000 Dollar kassieren.

Ziel des Wettbewerbs war laut einer Sprecherin des DARPA unter anderem, die Glaubwürdigkeit der verbreiteten Informationen über soziale Netzwerke zu untersuchen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die teilnehmenden Teams auch mit gezielt gestreuten Falschinformationen arbeiten konnten, um die Gegner in die Irre zu führen.

Der Wettbewerb wurde offiziell anlässlich des 40. Geburtstages des Arpanet, dem Vorläufer des heutigen Internets, gestartet. Dass die auf recht spielerische Weise gewonnenen Informationen allerdings für die Behörden generell sehr hilfreich sein können, liegt auf der Hand.

Leitfaden für den Einstieg in soziale Netzwerke

Donnerstag, Dezember 3rd, 2009

BVDW-LeitfadenDer Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat einen Leitfaden für Social-Network-Neulinge herausgegeben. In zehn hilfreichen Tipps erfahren Einsteiger, wie sie soziale Netzwerke wie beispielsweise XING und LinkedIn beruflich oder Facebook, meinVZ und wer-kennt-wen privat sinnvoll und sicher nutzen können. Neben der klaren Zielsetzung für die Nutzung eines sozialen Netzwerks beschreibt der Leitfaden auch, wie man sich vor unliebsamen Überraschungen im Umgang mit dem neuen Medium schützen kann. Der kostenlose Leitfaden steht beim BVDW als PDF-Dokument zum Download bereit.

Lieblingsspot des Tages: “Welt Kompakt”

Donnerstag, November 5th, 2009

Welt Kompakt“Wir haben 10.000 Fotos auf unserer Platte, aber keine Zeit, sie anzusehen. Wir haben Musik für 21 Tage nonstop, aber keinen Urlaub mehr. Und wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen.”

Dieses Zitat aus einer Serie von Radiospots für “Welt Kompakt” hat mich heute beim Auto fahren ein wenig nachdenklich gemacht. Haben sich unsere Werte im digitalen Zeitalter mittlerweile wirklich dermaßen drastisch verschoben? Haben Information und zwischenmenschliche Kommunikation noch denselben Wert und dieselbe Qualität wie noch vor zehn Jahren? Blicke ich selbst auf die Entwicklung meines Informations- und Kommunikationsverhaltens seit der Nutzung des Internets zurück, erkenne ich durchaus einen deutlichen Wandel im Umgang mit Nachrichten und Menschen. Kommunikation findet häufiger, schneller und öffentlicher statt, aber oftmals auch unverbindlicher, weniger intensiv und vertrauensvoll. Und dabei stehen wir erst am Anfang eines neuen Kommunikationszeitalters. Wohin geht die Reise?

W&V startet Serie über “Spuren im Netz”

Montag, Oktober 26th, 2009

Spuren

Soziale Netzwerke und die damit verbundene Selbstdarstellung ihrer Nutzer sind zurzeit in aller Munde. Wie ausführlich man seine privaten und beruflichen Daten im Netz preisgibt, bleibt zunächst jedem selbst überlassen. Doch welche Online-Netzwerke sind reines Privatvergnügen und welche können sogar die Karrierechancen steigern?

Ab Heft 43 nimmt das Fachmagazin “W&V Werben & Verkaufen” das Thema Online-Reputation genauer unter die Lupe. Die Serie “Spuren im Netz” beleuchtet in den nächsten Ausgaben wichtige Aspekte zum “Personal Branding”, also der Darstellung der eigenen Person im World Wide Web. Mit einer gezielten und richtigen Vorstellung auf beruflich orientierten Plattformen lassen sich die Job- und Karrierechancen durchaus verbessern. “Nur wer sich kompetent und kontinuierlich beteiligt, kann sich eine wirkungsvolle persönliche Marke und ein karriere-förderndes Netzwerk aufbauen”, schreibt die W&V. In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich das Fachmagazin darüber hinaus mit der Frage, wie Arbeitgeber mit den steigenden Social-Media-Aktivitäten ihrer Mitarbeiter umgehen.

Dass private soziale Netzwerke den Karrierechancen aber im Zweifel auch hinderlich sein können, haben wir bereits in unserem Artikel “Social Networks: eine Stolperfalle fürs Business?” beleuchtet.

Minidomains ab heute auch in Deutschland

Freitag, Oktober 23rd, 2009

MinidomainSeit heute um 9 Uhr können auch deutsche Domainnamen (.de) mit nur einem oder zwei Buchstaben oder einer Zahlenfolge bei der Denic registriert werden. Dies war bisher – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – nicht möglich, obwohl beispielsweise Volkswagen bereits vor einiger Zeit die Vergabe der Domain vw.de gerichtlich durchgesetzt hatte.

Zum 23. Oktober 2009 hat die Denic ihre Domainrichtlinien entsprechend angepasst, so dass Domainnamen in Deutschland aus nur noch mindestens einem Zeichen bestehen können. Auch Domainnamen, die einem Kfz-Kennzeichen entsprechen, wurden von der Denic freigegeben. Die Denic erwartet einen großen Ansturm auf die neuen Namen und setzt deshalb bei der Vergabe auf das “First-come-first-served”-Prinzip, nach dem der erste eingegangene Auftrag auch den Zuschlag erhält. “Im Interesse der Internet Community sollen die Registrierungsaufträge schnell, sicher und vor allem unter Wahrung größtmöglicher Chancengleichheit und Transparenz umgesetzt werden”, schreibt die Denic in ihrer Presseinformation. Wer allerdings glaubt, sich schnell die Abkürzungen großer Unternehmen sichern zu können, um sie dann anschließend zu versilbern, setzt auf das falsche Pferd: Die Regeln des Markenrechts gelten natürlich auch für die neuen Domainnamen.

Mehr über die Vergaberichtlinien der neuen Domainnamen finden Sie in der Veröffentlichung der Denic.