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US-Verteidigungsbehörden testen Zuverlässigkeit von sozialen Netzwerken

Montag, Dezember 7th, 2009

Foto: DARPADie Forschungseinrichtung des US-Verteidigungsministeriums DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) hat am vergangenen Wochenende mit Hilfe von zehn roten Ballons die Zuverlässigkeit der Informationsverbreitung über soziale Netzwerke wie z.B. Facebook und Twitter untersucht.

Im Rahmen eines Wettbewerbs positionierte die DARPA über die gesamten USA verteilt zehn rote Ballons. Für das erste bei der “DARPA Network Challenge” registrierte Team, das die Positionen aller zehn Ballons bestimmen konnte, winkten 40.000 Dollar Preisgeld. Für die Suche hatten die Teilnehmer bis zum 14. Dezember Zeit – allerdings konnte ein Team des Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) die Ballons bereits nach neun Stunden aufspüren und die 40.000 Dollar kassieren.

Ziel des Wettbewerbs war laut einer Sprecherin des DARPA unter anderem, die Glaubwürdigkeit der verbreiteten Informationen über soziale Netzwerke zu untersuchen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die teilnehmenden Teams auch mit gezielt gestreuten Falschinformationen arbeiten konnten, um die Gegner in die Irre zu führen.

Der Wettbewerb wurde offiziell anlässlich des 40. Geburtstages des Arpanet, dem Vorläufer des heutigen Internets, gestartet. Dass die auf recht spielerische Weise gewonnenen Informationen allerdings für die Behörden generell sehr hilfreich sein können, liegt auf der Hand.

Leitfaden für den Einstieg in soziale Netzwerke

Donnerstag, Dezember 3rd, 2009

BVDW-LeitfadenDer Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat einen Leitfaden für Social-Network-Neulinge herausgegeben. In zehn hilfreichen Tipps erfahren Einsteiger, wie sie soziale Netzwerke wie beispielsweise XING und LinkedIn beruflich oder Facebook, meinVZ und wer-kennt-wen privat sinnvoll und sicher nutzen können. Neben der klaren Zielsetzung für die Nutzung eines sozialen Netzwerks beschreibt der Leitfaden auch, wie man sich vor unliebsamen Überraschungen im Umgang mit dem neuen Medium schützen kann. Der kostenlose Leitfaden steht beim BVDW als PDF-Dokument zum Download bereit.

Lieblingsspot des Tages: “Welt Kompakt”

Donnerstag, November 5th, 2009

Welt Kompakt“Wir haben 10.000 Fotos auf unserer Platte, aber keine Zeit, sie anzusehen. Wir haben Musik für 21 Tage nonstop, aber keinen Urlaub mehr. Und wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen.”

Dieses Zitat aus einer Serie von Radiospots für “Welt Kompakt” hat mich heute beim Auto fahren ein wenig nachdenklich gemacht. Haben sich unsere Werte im digitalen Zeitalter mittlerweile wirklich dermaßen drastisch verschoben? Haben Information und zwischenmenschliche Kommunikation noch denselben Wert und dieselbe Qualität wie noch vor zehn Jahren? Blicke ich selbst auf die Entwicklung meines Informations- und Kommunikationsverhaltens seit der Nutzung des Internets zurück, erkenne ich durchaus einen deutlichen Wandel im Umgang mit Nachrichten und Menschen. Kommunikation findet häufiger, schneller und öffentlicher statt, aber oftmals auch unverbindlicher, weniger intensiv und vertrauensvoll. Und dabei stehen wir erst am Anfang eines neuen Kommunikationszeitalters. Wohin geht die Reise?

W&V startet Serie über “Spuren im Netz”

Montag, Oktober 26th, 2009

Spuren

Soziale Netzwerke und die damit verbundene Selbstdarstellung ihrer Nutzer sind zurzeit in aller Munde. Wie ausführlich man seine privaten und beruflichen Daten im Netz preisgibt, bleibt zunächst jedem selbst überlassen. Doch welche Online-Netzwerke sind reines Privatvergnügen und welche können sogar die Karrierechancen steigern?

Ab Heft 43 nimmt das Fachmagazin “W&V Werben & Verkaufen” das Thema Online-Reputation genauer unter die Lupe. Die Serie “Spuren im Netz” beleuchtet in den nächsten Ausgaben wichtige Aspekte zum “Personal Branding”, also der Darstellung der eigenen Person im World Wide Web. Mit einer gezielten und richtigen Vorstellung auf beruflich orientierten Plattformen lassen sich die Job- und Karrierechancen durchaus verbessern. “Nur wer sich kompetent und kontinuierlich beteiligt, kann sich eine wirkungsvolle persönliche Marke und ein karriere-förderndes Netzwerk aufbauen”, schreibt die W&V. In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich das Fachmagazin darüber hinaus mit der Frage, wie Arbeitgeber mit den steigenden Social-Media-Aktivitäten ihrer Mitarbeiter umgehen.

Dass private soziale Netzwerke den Karrierechancen aber im Zweifel auch hinderlich sein können, haben wir bereits in unserem Artikel “Social Networks: eine Stolperfalle fürs Business?” beleuchtet.

Minidomains ab heute auch in Deutschland

Freitag, Oktober 23rd, 2009

MinidomainSeit heute um 9 Uhr können auch deutsche Domainnamen (.de) mit nur einem oder zwei Buchstaben oder einer Zahlenfolge bei der Denic registriert werden. Dies war bisher – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – nicht möglich, obwohl beispielsweise Volkswagen bereits vor einiger Zeit die Vergabe der Domain vw.de gerichtlich durchgesetzt hatte.

Zum 23. Oktober 2009 hat die Denic ihre Domainrichtlinien entsprechend angepasst, so dass Domainnamen in Deutschland aus nur noch mindestens einem Zeichen bestehen können. Auch Domainnamen, die einem Kfz-Kennzeichen entsprechen, wurden von der Denic freigegeben. Die Denic erwartet einen großen Ansturm auf die neuen Namen und setzt deshalb bei der Vergabe auf das “First-come-first-served”-Prinzip, nach dem der erste eingegangene Auftrag auch den Zuschlag erhält. “Im Interesse der Internet Community sollen die Registrierungsaufträge schnell, sicher und vor allem unter Wahrung größtmöglicher Chancengleichheit und Transparenz umgesetzt werden”, schreibt die Denic in ihrer Presseinformation. Wer allerdings glaubt, sich schnell die Abkürzungen großer Unternehmen sichern zu können, um sie dann anschließend zu versilbern, setzt auf das falsche Pferd: Die Regeln des Markenrechts gelten natürlich auch für die neuen Domainnamen.

Mehr über die Vergaberichtlinien der neuen Domainnamen finden Sie in der Veröffentlichung der Denic.

Lufthansa startet Social Networking über den Wolken

Donnerstag, Oktober 8th, 2009

MySkyStatusFür den einen mag damit die letzte Bastion in der von Reinhard Mey besungenen grenzenlosen Freiheit über den Wolken fallen, für den anderen ist es ein weiterer konsequenter Baustein in der Vielfalt des Social Networkings: Der neue Dienst “MySkyStatus” von Lufthansa erlaubt es Flugpassagieren, via Twitter oder Facebook aktuelle Informationen über ihre Flugreise ins Web zu übermitteln.

Auf der Internetseite von MySkyStatus kann der Passagier vor seinem Abflug die Daten zu Fluggesellschaft, Reisedatum, Flugnummer sowie Abflug- und Zielort erfassen. Zusätzlich hat der Nutzer die Wahl, ob ausschließlich Informationen über Abflug und Ankunft übermittelt werden sollen oder umfassende Daten über den gesamten Reiseflug (wie beispielsweise die aktuelle Flughöhe und Position). Je nach Auswahl werden die Informationen dann während des Fluges automatisch an den Facebook- und/oder Twitter-Account des Nutzers übermittelt und im Web veröffentlicht. Der Dienst ist nicht auf das Lufthansa-Streckennetz beschränkt, sondern funktioniert auch auf den Flügen anderer Airlines.

Social Networks: eine Stolperfalle fürs Business?

Donnerstag, Juli 9th, 2009

Social NetworksIn bestimmten Altersgruppen gilt die Mitgliedschaft in einem oder besser gleich einer ganzen Hand voll “Social Networks” heute bereits als Pflichtübung, will man sich nicht sozial ausgrenzen und von der Kommunikation mit seinen Freunden und Bekannten ausschließen. studiVZ, meinVZ, Facebook, wer-kennt-wen, Lokalisten, MySpace und viele andere mehr bilden mittlerweile das Hauptkommunikationsmedium für viele Menschen im Alter von 14 bis 35. Zunehmend finden aber auch “ältere” Internetnutzer Gefallen daran, sich neben einem rein geschäftlich ausgerichteten Profil bei XING auf einem der privat orientierten Netzwerke zu registrieren und dort mal mehr, mal weniger intensiv mit ihren Freunden zu interagieren.

Nicht nur Schüler und Studenten gehen auf diesen Plattformen jedoch allzu gern recht freizügig mit ihren privaten Daten, Fotos und der Nennung ihrer Vorlieben um. Die neuesten Partybilder mit trübem Blick, die Aufzählung von Splatter Movies bei den Lieblingsfilmen kombiniert mit den sichtbaren Mitgliedschaften in einschlägigen Gruppen und entsprechenden Lebensmottos erlaubt es dem neugierigen Profilbesucher schnell, sich einen Eindruck über das Privatleben der betreffenden Person zu verschaffen und sich eine – vielleicht vorschnelle oder falsche – Meinung über sie zu bilden. Mit ein wenig mehr investigativem Geschick und einer halbwegs passablen Kombinationsgabe ist es oft sogar möglich, sehr persönliche Informationen über den jeweiligen Nutzer zu erhalten, die öffentlich preiszugeben er möglicherweise gar nicht gewillt war.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass auch Personalabteilungen ein Auge auf die privaten Networking-Plattformen werfen, um mehr über Bewerber in Erfahrung zu bringen. Nicht selten führt da eine allzu freizügige Darstellung der eigenen Person schon zum Aussortieren der Bewerbung, selbst wenn der Aspirant auf Grund seiner fachlichen Qualifikation durchaus in die engere Wahl hätte kommen können. “Das Netz vergisst nichts” heißt eine Grundregel im Internet. Selbst als lange gelöscht geglaubte Informationen können in den Tiefen der von Suchmaschinen gespeicherten Seiten noch Jahre später ans Tageslicht treten. Und auch die “Privatsphäre”-Einstellungen der meisten Anbieter bieten keinen hundertprozentigen Schutz vorm Ausspähen privater Informationen.

Keine Frage: Jeder Mensch darf über die öffentliche Darstellung seiner Persönlichkeit und seines Privatlebens frei entscheiden. Aber spätestens, wenn der ungeliebte Hauptabteilungsleiter seine Fotos vom Totalabsturz in Unterhose beim Saufgelage von vor fünf Jahren am firmeneigenen schwarzen Brett wiederfindet, wird er sich fragen, warum er diese Bilder eigentlich jemals mit der Öffentlichkeit teilen wollte.

Ist die deutsche Sprache krankenhausreif?

Mittwoch, Juni 24th, 2009

Nirgendwo anders, so scheint es mir, wird unsere Muttersprache seit geraumer Zeit mehr geschunden als in den sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden “Social Networks” wie wer-kennt-wen, Facebook & Co. Nicht mehr nur kryptische Abkürzungen für emotionale Bekundungen (beispielsweise HDGDL für “Hab dich ganz doll lieb”) gehören dort mittlerweile zur Standardterminologie, sondern auch die Missachtung jeglicher uns von unseren Grundschullehrern so mühsam antrainierten Orthografie- und Grammatikregeln.

Etlichen Autoren von auf den modernen Internetplattformen verfassten Beiträgen ließe sich unterstellen, ihre Umschalttaste (neudeutsch: Shift) habe einen Defekt oder klemme, weil möglicherweise zu viel taurinhaltige Limonade über die Tasten geflossen ist. Besonders kreative Schreiber betätigen die Umschalttaste hingegen scheinbar auch mitten im Wort zum Rhythmus der aus ihrem MP3-Player klingenden “Tracks”, sOdASS duRcHaUS aUFmErKSamKeiTSsTarKe Texte entstehen können. Viele Tastaturen der Generation SMS wurden auch schlicht der Tasten für die Satzzeichen beraubt. In Kombination mit etwas Phlegma, Deklinationen à la Verona und waghalsiger Syntax entsteht die moderne Community-Sprache – voilà:

wer-kennt-wen

Oder wie hätte vielleicht Yoda aus der Star-Wars-Trilogie gesagt: Wenn schreiben du willst, auch deinen Geist gebrauchen du musst.

MfG, LG & Co.: Haben wir keine Zeit mehr?

Mittwoch, Juni 17th, 2009

LGFrüher war alles anders. Heute auch. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mindestens eine E-Mail erhalte, in denen die persönlichsten Worte nur noch eine Aneinanderreihung von Konsonanten sind. Die freundlichen Grüße, die – ob Floskel oder nicht – eine Wertschätzung gegenüber dem Empfänger auszudrücken vermögen, verdichten sich zu einem nüchternen “MfG”. Selbst die lieben Grüße guter Freunde verenden heutzutage wie selbstverständlich in einem stakkatohaften “LG”. Haben wir keine Zeit mehr?

Zugegeben, zu den Zeiten des guten alten Telex’ hatten Abkürzungen aus ökonomischen Gründen ihre Daseinsberechtigung. Und auch bei der begrenzten Textlänge einer SMS ist es sowohl aus Kosten- als auch Zeitgründen im privaten Bereich durchaus vertretbar, allgemein bekannte Standardfloskeln abzukürzen. Doch das Argument der Ökonomie versagt spätestens bei der elektronischen Post, der man ja gemeinhin dieselben Regeln wie einem postalisch verschickten Brief zuschreibt. Haben Sie schon einmal überlegt, wie viel länger Ihre Finger auf der Tastatur verweilen müssen, wenn Sie statt kurz angebundener “LG” echte “liebe Grüße” verschicken? Die Differenz zwischen Nüchternheit und Wertschätzung dürfte sich für einen halbwegs geübten Schreiber im Bereich einer Sekunde bewegen.

Ich glaube dennoch an das Gute im Menschen – und gehe deshalb weiterhin davon aus, dass auch “LG” wirklich lieb gemeint sind.

Woher kommt eigentlich das @-Zeichen?

Montag, Mai 4th, 2009

@Jeder kennt es, jeder nutzt es: das @. Offiziell als “at” bezeichnet, hat das Zeichen noch andere Namen: Klammeraffe, Affenschwanz, Elefantenohr und noch einige andere mehr. Aber woher stammt das vermeintlich im Zeitalter der E-Mail geborene Sonderzeichen überhaupt?

Der Ursprung des Symbols ist unklar, es gibt allerdings mehrere Theorien über die Entstehung. Zwei davon werden im Mittelalter angesiedelt: Entweder als handschriftliche Verschmelzung der Buchstaben „a“ und „d“ des lateinischen Wortes „ad“ (deutsch „zu“ oder „zu etwas hin“) oder aber als Abkürzungszeichen, beispielsweise nach einem Brief eines römischen Kaufmannes über Schiffsladungen als Abkürzung für das Wort „Amphore“. In einigen Kulturkreisen überlebte das @-Zeichen. Auf der iberischen Halbinsel ist „@“ aus dem Jahr 1555 überliefert. Nach gängiger Typografenmeinung ist das @-Zeichen eine Ligatur, die schon als altes Bleigusszeichen in der Monotype-Schriftenbibliothek in London Mitte des 19. Jahrhunderts auftaucht. Seit den 1880er Jahren ist es auf englischen Schreibmaschinen nachgewiesen. Hier handelt es sich um ein angelsächsisches kaufmännisches Wertzeichen, dessen Bedeutung aus der Preisangabe „five apples at 10 pence“ = „5 apples @ 10 p“ hervorging.

Bei der Erfindung der E-Mail 1972 wurde nach einem noch ungenutzten Zeichen im Schriftsatz amerikanischer Fernschreiber gesucht, das zwischen Benutzer- und Rechnername gesetzt wird und die beiden Namen eindeutig trennen sollte. Dabei stieß Ray Tomlinson auf das @ und benutzte es als at-Symbol in E-Mail-Adressen. Das Zeichen @ (als “at” = bei) passte auch von der Benennung her, weil der Username vor dem @ einen Benutzer und der Rechnername (Domain) hinter dem @ ursprünglich meist den Großrechner des Betriebs oder Instituts bezeichnete, bei dem er arbeitete.

Die spezielle Assoziation mit dem Internet in Deutschland und anderen nicht-englischsprachigen Ländern ergibt sich schlicht daraus, dass das Zeichen in diesen Ländern vor dem Internetboom höchstens Programmierern und Heimcomputernutzern bekannt war, da es im deutschen Schriftverkehr traditionell keine Rolle spielte. Im englischen Sprachraum dagegen war das Zeichen bereits vorher lange in Gebrauch, daher existiert eine derartige Assoziation dort nicht.

(Quelle: Wikipedia)