Posts Tagged ‘Marke’

Sixt schlägt wieder zu

Donnerstag, Dezember 22nd, 2011

Entweder gab es zu wenig Gelegenheiten, Skandale – oder es ist schlichtweg untergegangen. Aus der aktuellen Affäre um unseren Bundespräsidenten hat Sixt jedoch sogleich ein Werbemotiv gezimmert, laut Bericht der Fachzeitschrift w&v diesmal nicht mit Unterstützung der Stammagentur Jung von Matt, sondern in Eigenkreation. Sicher lässt sich immer wieder darüber streiten, ob Werbung auf Kosten anderer wirklich gelungen ist – fest steht, dass Sixt die Aufmerksamkeit aufgrund der Aktualität der Motive stets gewiss ist.

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Warum Unternehmen in Social Media versagen

Freitag, November 5th, 2010

Ein Beitrag von Christian Adamek

Unternehmen nutzen heutzutage Social Media als wichtigen Kommunikationskanal, um mit ihren Kunden in den Dialog treten zu können. Doch genau an diesem Grundverständnis mangelt es in der Praxis. Denn wer in der Nutzung von Social Media die Social-Komponente ausblendet, ist in der erfolgreichen Anwendung dieser Medien zum Scheitern verurteilt. So simpel es auch klingt: Wenn Sie mit Social Media Aufmerksamkeit erzeugen wollen, reicht es nicht, ein Blog oder Facebook-Account einzurichten.

Networking als Schlüsseldisziplin
Um mit Twitter oder Facebook erfolgreich zu sein, bedarf es mehr als vielen Social-Media-Experten lieb ist: der Wille zur Interaktion mit Communitys. Glaubwürdigkeit innerhalb der Social-Media-Sphäre sinkt, sobald man um Gefallen bittet, ohne vorher aktiv an Konversationen teilgenommen zu haben. Stellen Sie sich vor, Sie melden sich in einem Forum an. In Ihrem ersten Post loben Sie mit wenigen Sätzen Ihr eigenes Unternehmen und setzen einen Link. Nach außen hin wirkt Ihr Posting wie aufdringlicher Spam – auch wenn das nicht Ihre Intention war. Doch Sie haben lediglich einen Beitrag veröffentlicht, ohne den Admin zu fragen einen Link gesetzt und bisher an keiner Forumsdiskussion teilgenommen. Das ist einseitige Kommunikation und versprüht den Charme von TV-Reparaturservice-Flyern aus Ihrem Briefkasten.

Ähnlich verhält es sich mit Social Media. Anerkennung sowie ein guter Ruf innerhalb einer Community können Sie nicht ohne kommunikative Bemühungen erzielen. Nur mit einem steten Geben und Nehmen werden Sie erfolgreich sein. Dazu gehört auch, sich mit seiner Community vertraut zu machen. Sie sprechen nicht mit einer grauen Masse, sondern mit vielen Individuen, die Sie nur besser verstehen können, wenn Sie sie kennen lernen. Das erfordert Zeit. Nehmen Sie sich diese, um Brücken zu den Menschen in ihrem virtuellen Umfeld zu bauen. Embrace the „social“ in Social Media! Es geht nicht nur ums Business, es geht um Networking und Beziehungen, die Ihr Business voranbringen werden. Pflegen Sie Ihre Freundschaften.

Konkrete Maßnahmen: Blogs, Links und Social Media
Um gewinnbringendes Networking betreiben zu können, bedarf es konkreter Ziele, die auch messbar sein müssen. Goals before posting! Für Unternehmen ist es besonders wichtig, Ihre Community näher kennen zu lernen, zu wissen, woher ihre Zielgruppen Informationen bekommen, wo sie sich im Web aufhalten und welche Plattformen sie benutzen.

Sie hosten ein Blog? Dann antworten Sie jedem (wirklich jedem!) Blogkommentar. So bauen Sie langfristig wertvolle Beziehungen zu anderen Bloggern auf und ihr Blog wird bekannter. Genauso wichtig: Content matters! Nur mit frischen und einzigartigen Inhalten auf Ihrem Blog werden Sie die Chance haben, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und virale Effekte anzukurbeln. In Sachen Suchmaschinenoptimierung sollten Sie sich um so genannte Inbound Links kümmern. Erzielen können Sie diese Links durch Ihren Kontakt zu anderen Bloggern, die Ihren Content verlinken. Diese werden zu einem höheren Ranking bei Google verhelfen und die Autorität Ihrer Website erhöhen. Social Media soll das Gesicht hinter Ihrem Unternehmen sein.

Fazit
Don’t just talk at, talk with people! Setzen Sie Ziele, die messbar sind. Um Ihre Ziele überwachen zu können, sollten unbedingt Tools aus dem Bereich Social Media Monitoring eingesetzt werden, beispielsweise Google Analytics oder Insight für YouTube. Diese Analysetools schaffen Transparenz, aus denen sich weitere Maßnahmen zur Optimierung ableiten lassen.

Christian Adamek studiert Medienwissenschaften an der Technischen Universität Berlin und ist Mitarbeiter im Online-Marketing der Internet-Plattform twago.de. Die Plattform wurde 2009 gegründet und ist Europas größter Marktplatz zur weltweiten Vermittlung von hochwertigen Online-Dienstleistern aus den Bereichen Programmierung, (Web-)Design und Unternehmensservices.

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Fünf Sterne für den Arbeitgeber

Donnerstag, August 26th, 2010

Die einen hadern noch mit den Verantwortlichkeiten, die anderen tun sich schwer mit der Freigabe von Budgets. Marketing, Vertrieb, PR, Human Resources? Wer hat den Hut auf, was bringt uns das eigentlich außer Ärger und wann verdienen wir endlich Geld damit?

Während viele Firmen noch damit beschäftigt sind, den Begriff „Social Media“ für sich überhaupt erst zu definieren, biegt – oft unbemerkt – der Gegenverkehr in die vermeintliche Einbahnstraße. Twitter, Facebook, YouTube & Co.: Eine Vielzahl von Unternehmen übersieht ob ihrer an Follower und Fans gerichteten Monologe, dass hinterrücks über sie getuschelt wird.

Portale, auf denen Arbeitnehmer ihre Arbeitgeber bewerten, gewinnen zunehmend an Bedeutung; das ist die logische Konsequenz in den Zeiten des „Mitmach-Internets“. Ob Job-Voting, kununu, oder Evaluba: Bislang dürfte zwar noch keine dieser Seiten auch nur annähernd hohe Besucherzahlen wie die bekannten Jobportale erreichen. Auch zum Medienstar wie die geschäftlichen Networking-Plattformen (Xing oder LinkedIn) wurde noch keine dieser Communitys gekürt. Jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in dieser Sparte der primus inter pares ins Rampenlicht drängt. Dann sollten Unternehmen nicht nur wissen, welches Bild die eigenen Kunden und Interessenten malen, sondern auch, wie die Kollegen aus dem Büro nebenan über ihren Arbeitgeber denken.

Social Media erfordert eine Querschnittsfunktion. Sie geht über die reine Produkt- und Unternehmenskommunikation hinaus und muss ein Aggregator aller im Netz erzeugten und ins Netz abgegebenen Schwingungen sein. Wer verstanden hat, dass nicht nur die gebetsmühlenartig ins Internet posaunte Information an Follower und Fans zählt, sondern besonders der zum Teil öffentliche Dialog mit Kunden, Interessenten und Kritikern ein Unternehmen erlebbar zu machen vermag, hat schon die halbe Miete gezahlt. Ein ebenso großer Teil von „Social“ aber besteht darin, auch die eigenen Mitarbeiter wohlgesinnt im Web 2.0 zu wissen und sie als wesentlichen Bestandteil der eigenen Social-Media-Strategie zu begreifen.

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Liebling des Monats: Fiat 500 by Diesel Disconnect

Freitag, August 13th, 2010

Eigentlich spricht die aktuelle Kampagne für den „Fiat 500 by Diesel“ für sich: Facebook wurde hier auf intelligente und gleichzeitig sehr humorvolle Art im realen Leben aufs Korn genommen. Ein klares „Gefällt mir“.

Fiat hält auf YouTube alle Spots zum Zeitvertreib bereit:

Chaos in der Twitterkammer

Donnerstag, August 12th, 2010

Man muss dabei sein in der Social-Media-Welt. Das gilt nicht nur für Unternehmen und mehr oder weniger mitteilungsbedürftige Privatpersonen, sondern auch für öffentliche und halböffentliche Institutionen. Wenn sie denn etwas zu sagen haben.

Auf der Suche nach einem Twitterfeed der Industrie- und Handelskammern stolpert der interessierte Follower über eine Vielzahl von Accounts, die sich – salopp ausgedrückt – wie Kraut und Rüben lesen. Allein 53 Profile, die annähernd mit der gesuchten Institution in Verbindung gebracht werden können, finden sich in der Liste – davon wiederum eine Reihe von offenbar doppelt vorhandenen, aber „toten“ Twitterprofilen. Manche Accounts tragen im Profilbild das IHK-Logo oder einen Ausschnitt daraus, andere eine frei gewähltes Motiv oder gar das Twitter-Logo als Standard-Platzhalter. Selbst IHK-kritische Nutzer schmücken sich unverblümt mit dem Logo der IHK. Und gerade mal eine Handvoll der gefundenen Kammern versorgt ihre überschaubare Anzahl von Verfolgern regelmäßig mit aktuellen Tweets. Welchem der vielen Accounts soll ich also folgen? Und warum ist die IHK Frankfurt stumm?

Eine klare Social-Media-Strategie sieht anders aus. Dabei würde sie so einflussreichen Einrichtungen wie den IHKn doch gut zu Gesicht stehen.

Wieder einmal Hochgeschwindigkeit: Sixt

Dienstag, Juli 13th, 2010

Wie schon bei der fast vergessenen Aschewolke des isländischen Vulkans reagiert Sixt auch diesmal rasant auf die aktuellen Probleme bei der Deutschen Bahn. Ob das neue Motiv auf der Internetseite gefällt, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Fest steht: Die Aktualität und Reaktionsschnelle von Sixt sorgt in den Medien immer wieder für willkommene PR. Da nimmt man auch gern mal ein ansatzweise makaberes Thema auf die Schippe.

Sixt reagiert auf Vulkanausbruch

Samstag, April 17th, 2010

Wieder einmal beweisen die Agentur und die Marketingabteilung des Autovermieters Sixt, dass es für die Umsetzung eines Kampagnenmotivs nicht immer langwieriger Abstimmungsrunden bedarf. Auch wenn wir von Sixt sicher schon kreativere und ausgefeiltere Umsetzungen zu aktuellen Ereignissen gesehen haben, lässt uns die neueste Homepagegestaltung zum Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull doch ob ihrer Aktualität schmunzeln.

Drohen uns ab diesem Jahr betrügerische Domainnamen?

Freitag, Januar 1st, 2010

Wie „Mashable – The Social Media Guide“ heute in seinem Blog veröffentlicht, stehen uns ab Mitte dieses Jahres möglicherweise Domainnamen ins Haus, die mit äußerster Vorsicht, weil unter Umständen in betrügerischer Absicht registriert, zu genießen sind.

Laut Mashable wird die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2010 Domainnamen zulassen, die nicht aus dem lateinischen Alphabet bestehen. Im Klartext heißt das, dass Domains künftig beispielsweise auch aus arabischen, japanischen, kyrillischen oder chinesischen Schriftzeichen bestehen können. Dieser für nicht-lateinische Zeichen verwendende Sprachen nicht zu bestreitende Fortschritt birgt gleichzeitig ein noch ungeahntes Potenzial für kriminelle Absichten, beispielsweise für Phishing-Sites.

Der Grund hierfür ist so einfach wie bemerkenswert: Einige Sprachen, so zum Beispiel Russisch, verwenden in ihrem Alphabet Zeichen, die wir auch aus unserem lateinischen Alphabet kennen – allerdings mit teilweise unterschiedlicher Bedeutung. Ein konkretes Beispiel: Würde die Domain „raurask.com“ in kyrillischen Zeichen registriert, erschiene sie uns, ans lateinische Alphabet gewöhnten Nutzern, als „paypacк.com“ (das kyrillische P entspricht dem lateinischen R, das Y unserem U und das C dem S). Da die modernen Betriebssysteme bzw. Browser heute meist in der Lage sind, auch die Schriftzeichen anderer Sprachen problemlos darzustellen, würde uns dieser Unterschied gar nicht auffallen. Wie auf diese Weise schnell die Rechte von Marken, die zufälligerweise Buchstaben mit Entsprechungen in anderen Schriftsystemen verwenden, ausgehebelt werden können, liegt auf der Hand.

Wie Mashable weiter schreibt, hat die ICANN bisher keine Regelungen zum Umgang oder zur Vermeidung solch kritischer Zeichenkonstellationen herausgegeben. Auch wenn natürlich nicht alle Markennamen aus den Zeichen anderer Schriftsysteme nachgebildet werden können, sollten sich Unternehmen der drohenden Missbrauchsgefahr bewusst sein, eventuelle Transkriptionsmöglichkeiten in anderen Schriften prüfen und sich entsprechende Domains im Ernstfall schnell sichern.

Nachtrag: Ich habe das im Originalartikel von Mashable verwendete Beispiel (paypal.com) nicht verwendet, da das lateinische L im kyrillischen Alphabet anders dargestellt wird: L = Л. „raural“ müsste somit als „раурал“ wiedergegeben werden.

Minidomains ab heute auch in Deutschland

Freitag, Oktober 23rd, 2009

MinidomainSeit heute um 9 Uhr können auch deutsche Domainnamen (.de) mit nur einem oder zwei Buchstaben oder einer Zahlenfolge bei der Denic registriert werden. Dies war bisher – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – nicht möglich, obwohl beispielsweise Volkswagen bereits vor einiger Zeit die Vergabe der Domain vw.de gerichtlich durchgesetzt hatte.

Zum 23. Oktober 2009 hat die Denic ihre Domainrichtlinien entsprechend angepasst, so dass Domainnamen in Deutschland aus nur noch mindestens einem Zeichen bestehen können. Auch Domainnamen, die einem Kfz-Kennzeichen entsprechen, wurden von der Denic freigegeben. Die Denic erwartet einen großen Ansturm auf die neuen Namen und setzt deshalb bei der Vergabe auf das „First-come-first-served“-Prinzip, nach dem der erste eingegangene Auftrag auch den Zuschlag erhält. „Im Interesse der Internet Community sollen die Registrierungsaufträge schnell, sicher und vor allem unter Wahrung größtmöglicher Chancengleichheit und Transparenz umgesetzt werden“, schreibt die Denic in ihrer Presseinformation. Wer allerdings glaubt, sich schnell die Abkürzungen großer Unternehmen sichern zu können, um sie dann anschließend zu versilbern, setzt auf das falsche Pferd: Die Regeln des Markenrechts gelten natürlich auch für die neuen Domainnamen.

Mehr über die Vergaberichtlinien der neuen Domainnamen finden Sie in der Veröffentlichung der Denic.

Von der Premiummarke zum Baumarktartikel

Montag, September 14th, 2009

Ed HardyDie Marke gilt derzeit noch als eines der beliebtesten Modelabels unter den Reichen und Schönen: Ed Hardy. Shirts, Caps, Schuhe und eine ganze Reihe von Accessoires tragen die auffälligen und farbenfrohen Motive des Tattoo-Künstlers Donald Edward Hardy, die er gemeinsam mit dem Stardesigner Christian Audigier zur Topmarke ausgebaut hat.

Preise von beispielsweise deutlich über 100 Euro für ein T-Shirt positionierten die Marke von Beginn an unmissverständlich im Premiumsegment. Kein Wunder, dass schnell eine Reihe von Me-too-Anbietern auf den Markt drängte, um auf der Trendwelle mitzuschwimmen. So grüßen Motive im unverwechselbaren Ed-Hardy-Style mittlerweile auch von T-Shirts für neun Euro fünfundneunzig vom Textildiscounter aus dem Industriegebiet. Dennoch: Ed Hardy behauptet sich im Modebereich weiterhin mit hochpreisigen Produkten, obwohl sich die Klientel des Labels – nicht zuletzt dank billiger Imitate – mittlerweile auch auf die weniger kaufkräftigen Schichten auszudehnen scheint.

Um so befremdlicher mutet die Markenstrategie außerhalb des Kleidungssektors an. Als ich am Wochenende in der Kfz-Abteilung eines Baumarkts stöberte, entdeckte ich ein Pappdisplay voller Ed-Hardy-Produkte, das mich erstaunt den Kopf schütteln ließ: Duftbäume, Lenkrad- und Sitzschonbezüge, Gurtpolster und jede Menge anderer Accessoires, die manch einer gern zur individuellen Gestaltung seines Fahrzeuginnenraums einsetzt, wurden hier in bester Wühltischmanier feilgeboten. Merchandising bis zum Exzess. Ob eine derartig willkürliche Produktdiversifizierung dem Image einer Premiummarke einträglich ist, erlaube ich mir allerdings zu bezweifeln. Vielleicht sind sich die Markenstrategen aber auch einfach nur der Kurzlebigkeit einer von Promis gepushten Marke bewusst. Da heißt es dann Gas geben.